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Edeka-Markt in Rieseby : Bauleitplanung für neuen Verbrauchermarkt gestartet

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Bauleitverfahren wird zeigen, ob ein Edeka-Markt am Ortseingang gebaut wird

von
erstellt am 10.Apr.2017 | 07:55 Uhr

Rieseby | Ob am Ende ein neuer Edeka-Markt am Ortseingang von Rieseby aus Norby (K83) kommend entsteht, wird sich nun im weiteren Bauleitverfahren zeigen. Mit Mehrheit wurden in der Vorwoche die Aufstellungsbeschlüsse für eine Änderung des F-Plans, als auch für den B-Plan 21, Bereich „Sondergebiet Einzelhandel nördlich K 83, westlich Hufeisenweg“ beschlossen. Man habe sich die Entscheidung nicht leicht gemacht, sagte Bürgermeister Jens Kolls. Ganz ausdrücklich wies er Gerüchte im Ort zurück, wonach die Entscheidung der Gemeinde für das Vorhaben durch einen „fünfstelligen Betrag“ beeinflusst werde. „Wer etwas weiß, der soll sein Wissen zur Anzeige bringen oder den Korruptionsbeauftragten ansprechen“, stellte Kolls fest. Auch Daniel Bauer von der Firma VLP von Lehmden, die das Grundstück für die mögliche Bebauung vermarktet, wies entsprechende Gerüchte zurück.

Bauer stellte noch einmal in Kürze die bisherige Planung vor (wir berichteten). Danach ist ein Markt mit 1300 Quadratmeter Verkaufsfläche sowie integriertem Bäcker und 400 Quadratmeter Lager geplant. Zusätzlich werden 80 Stellplätze vorgehalten.

Kolls konnte zudem informieren, dass er auf Nachfrage bei der Eckernförder Bank die Auskunft erhielt, dass die Bank die Filiale in Rieseby personenbesetzt belässt. Dies gelte auch dann, wenn sie möglicherweise einen Geldautomaten im neuen Einkaufszentrum installiert, so Kolls Auskunft. Nicht in die Beschlussfassung aufgenommen wurde der Passus, dass im neuen Markt auch eine Möglichkeit zur Ausstellung der Bücherstube eingerichtet werde. Dies hatte Matthias Remnitz (Grüne) gefordert. Für die F-Planaufstellung stimmten 13 Gemeindevertreter bei drei Gegenstimmen. Die B-Planaufstellung wurde von zwölf Gemeindevertretern befürwortet, es gab drei Gegenstimmen und eine Enthaltung.

Die Abwasser- und Regenwasserkanalisationen in der K83 und der K59, jeweils in der Ortsdurchfahrt Rieseby, sollen ertüchtigt werden. Die Gemeindevertretung beschloss bei zwei Gegenstimmen, dass die Arbeiten durch eine Fachfirma ausgeschrieben werden sollen. Es wird mit rund 742  000 Euro Kosten zuzüglich zehn bis 15 Prozent Nebenkosten gerechnet. Kosten für die Abwasseranlagen werden aus der Sonderrücklage Abwasser genommen. Für das Regenwasser wird erst jetzt eine Gebührenhöhe ermittelt. Dafür wird ein Darlehn aufgenommen. Beschlossen wurde zudem zu beantragen, die Asphaltierungen der Straßen durch den Kreise innerorts auf 2018 zu verschieben. So könnte zuvor die Kanalisation in offener Bauweise sanieret werden.

Mit dem Hinweis, dass er gegen eine mögliche Belastung der Anlieger bei dem Straßenbau sei, votierte Frank Drewes (WGR) gegen die Ausführung der Arbeiten. Nach Maßgabe der Landesregierung müssen Anlieger an den Kosten beteiligt werden, wenn die Arbeiten in den Gültigkeitsbereich der Straßenausbaubeitragssatzung fallen. Im Falle Riesebys werden vermutlich Anliegerbeiträge bei der Sanierung von Regenwassereinläufen in der Fahrbahn fällig, erklärte Bürgermeister Kolls.

In nicht-öffentlicher Beratung wurde mehrheitlich beschlossen, Angebote für einen Wartungsvertrag für Straßenbeleuchtung einzuholen.

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