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Eckernförder Zeitung

20. August 2017 | 21:46 Uhr

Baugrundstücke nur gegen neuen Bolzplatz

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die drei Grundstücke, die durch Umgestaltung des Spielplatzes an der Langkoppel entstehen könnten, sind im Vergleich zur Nachfrage nach Bauland in Altenholz ein Tropfen auf den heißen Stein. Bevor die Gemeinde jedoch ein Neubaugebiet ausweisen kann, ist sie vom Gesetzgeber gezwungen, die Möglichkeiten der Innenentwicklung auszuschöpfen. Bei den Bürgern stößt das Vorhaben allerdings auf wenig Gegenliebe.

Zahlreiche Briefe und E-Mails haben die Verwaltung seit der Beschlussfassung durch die Gemeindevertretung im September erreicht. Zudem wurden 165 Unterschriften gesammelt, die den Erhalt des Bolzplatzes an der Langkoppel fordern. Dabei ist der in einem reinen Wohngebiet, wie es die Langkoppel ist, gar nicht zulässig, machte Planer Oliver Kühle vom Büro B2K deutlich. Bürgermeister Carlo Ehrich (SPD) merkte an, dass ein Antrag an die Aktiv-Region gestellt werde, die Schaffung eines Ersatzes am Gemeindezentrum zu fördern. Der neue Platz könnte dann um Fitnessgeräte, wie sie im Gettorfer Bürgerpark und auf der Bürgerwiese in Lindhöft zu finden sind, ergänzt werden, so Ehrich weiter.

Wenn der Bolzplatz an der Langkoppel für Neubauten weicht – die Grundstücke werden zwischen 514 und 756 Quadratmeter groß sein, wird der Spielplatz dahinter neu angelegt. Landschaftsarchitektin Katrin Schlegel präsentierte, wie das aussehen kann. Rund um die alte Eiche schwebt ihr eine Picknickfläche mit Bänken vor, die sowohl Kitas, als auch Familien für Ausflüge nutzen können. Eine Balancierlandschaft aus Findlingen und Treibhölzern ist neben einem Seilgang, einem Spielhügel mit Turm und Rutsche und einem hügeligen Spieldschungel ebenso in ihrem Entwurf vorgesehen wie eine große Hängematte. An der Hecke, die an der Grenze zu den neuen Grundstücken aus heimischen Gehölzen gepflanzt werden soll, ist zudem eine Sitzgelegenheit angedacht. „Das ist der sonnigste Platz“, teilte Schlegel mit, die für ihre Planung Wünsche und Anregungen in den Kitas abgefragt hatte. Die Kosten der genannten Elemente schätzt sie auf 40 000 Euro.

„Unter der Voraussetzung, dass der Spielplatz aufgewertet der Bolzplatz ans Gemeindezentrum verlegt wird, stimmen wir dafür“, sprach Karen Weisheit (CDU) im Bauausschuss für ihre Fraktion. Claudia Ulrich (Bündnis 90/Die Grünen) gab zu bedenken, dass die Entscheidung der Aktiv-Region über eine Förderung für den Bolzplatz noch aussteht. „Wir können erst danach entscheiden“, meinte sie. „Wir sagen nur, ob wir bereit sind, ins Verfahren einzusteigen, wir geben hier heute nichts aus der Hand“, hielt Dr. Andreas Piltz (CDU) dem entgegen. „Der endgültige Beschluss hängt von der Einhaltung der Zusagen ab“, machte Ingo Baasch(SPD) deutlich.

Nachfragen von Bürgern in der Einwohnerfragestunde, die Gemeinde habe bereits ein Baugebiet ins Auge gefasst und führe eine Liste der Interessenten, bestätigte der Verwaltungschef insoweit, dass die Ausweisung eines Gebietes intern diskutiert werde, der Ort jedoch noch offen sei. Die Interessenten würden notiert, um sie informieren zu können, sobald ein Baugebiet ausgewiesen wird, erklärte Ehrich.

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erstellt am 12.Nov.2014 | 06:17 Uhr

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