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Baugebiet: Grundstückspreise noch reine Spekulation

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

von
erstellt am 06.Feb.2014 | 00:31 Uhr

In Sachen Neubaugebiet östlich der Straße Ekbarg und südlich der Straße Ecke teilte Bürgermeister Jens-Peter Frank auf der Einwohnerversammlung in dieser Woche mit, dass er in den nächsten Tagen mit der Genehmigung der Pläne rechnet. Die Erschließungsarbeiten seien bereits ausgeschrieben, die Submission sei für den 4. März geplant. „Dann könnten auch die Grundstückspreise ermittelt werden“, sagte Frank. Die Erschließung solle Mitte April beginnen und werde etwa drei vier bis Monte dauern. Die Erschließung der 28 Grundstücke erfolgt in zwei Bauabschnitten.

Auf den Verkauf zahlreicher Grundstücke hofft die Gemeinde vor allem aufgrund der Kassenlage. Einen Überblick über die Finanzen gab der Fachausschussvorsitzende Hubertus Fiedler (SPD) den Einwohnern. Zum Jahresende rechnet die Gemeinde mit einem Schuldenstand von rund 2,8 Millionen Euro, da zur Zwischenfinanzierung des Baugebietes ein Kredit aufgenommen werden muss. „Die Rücklage wird voraussichtlich auf einen Minimum schrumpfen“, sagte Fiedler. Ein großer Ausgabenposten ist der Schulbereich mit rund 350 000 Euro. Zum einen müsse Holtsee Schulkostenbeiträge zahlen, und zum anderen müsste in das Gebäude und damit in den Schulstandort investiert werden. Beispielsweise sei in diesem und nächsten Jahr die Sanierung eines Klassenraumes geplant. Bei den Steuern – Grundsteuer A und B 292 Prozent und Gewerbesteuer 316 Prozent – belegt Holtsee einen Mittelplatz im Amtsbereich. Spitzenreiter ist Ahlefeld-Bistensee mit 330 beziehungsweise 350 Prozent, Schlusslicht Sehestedt mit 270 beziehungsweise 320 Prozent.

Die Wasserqualität des Holtsees liegt der Gemeinde am Herzen. Christian Kühme von der Wählergemeinschaft informierte über die Entwicklung des zwei Hektar großen Sees und die Bemühungen der Gemeinde, den See wieder zu einem beliebten Ausflugsziel werden zu lassen. 25 Jahre lang, von 1948 bis zum Bau der Kläranlage 1972 leitete die Meierei ihre Abwässer direkt in den See, und seit 20 Jahren verunreinigen mehrere hundert Kanadagänse den See. Vieles wurde versucht, um die Tiere vom Holtsee fernzuhalten – ohne Erfolg. Jetzt hat Kühme gemeinsam mit Helfern vier fluoreszierende Schnüre über das Wasser gespannt (wir berichteten). „Die Gänseschwärme drehten beim Anblick der Schnüre wieder ab“, berichtete Kühne.

Helfen bei der Sanierung des Sees soll auch Catherina Heim. Die Studentin hat den Holtsee in den Mittelpunkt ihrer Masterarbeit gestellt. Die Gemeinde hat dafür 5000 Euro bereit gestellt, Messungen oder Beprobungen in Auftrag zu geben. Unterstützung vom Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (LLUR) sicherte auch Gemeindevertreter und Dezernatsleiter im LLUR, Ramon Hiemcke, zu. Weitere Hilfe wird es von der Hegegemeinschaft Nord-Ostsee-Kanal geben. Sie wolle den Fischbestand im See ermitteln.

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