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Bauernhoftag in der Schule : Bauernhoftag in der Isarnwohld-Schule: Lernen mit allen Sinnen

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Schüler lernen, wo ihre Lebensmittel herkommen.

shz.de von
erstellt am 08.Jul.2017 | 07:47 Uhr

Auf dem Tisch liegen Atlanten und Prospekte eines Supermarktes mit dem aktuellen Obst- und Gemüseangebot. Die Aufgabe der Fünftklässler der Gettorfer Isarnwohld-Schule ist es, die Früchte den Ländern zuzuordnen, aus denen sie kommen. Dabei entdecken die meisten von ihnen zum ersten Mal, dass die Herkunftsländer auf den Prospekten verzeichnet sind. Und sie entdecken, dass die meisten der Früchte eine lange Reise hinter sich haben. „Nicht einmal die Äpfel kommen zurzeit aus Deutschland“, sagt Geographie-Lehrerin Petra Marx.

Vorher haben die Schüler im Nebenraum die Früchte probiert, insgesamt 18 verschiedene Obst- und Gemüsearten aus aller Welt, von Radieschen und Paprika über Apfel, Kiwi, Ananas bis hin zum Granatapfel. Die Schüler kennen die meisten der Obst- und Gemüsearten. Die Kaufentscheidungen – soweit sie von den Schülern bereits selbst getroffen werden, folgen nach unterschiedlichen Kriterien. Der Preis und das Aussehen stehen bei manchen von ihnen ganz oben auf der Rangliste. Anderen ist die regionale Herkunft wichtig. Die Produktionsbedingungen in den Herkunftsländern der Früchte spielen noch keine Rolle. Sie stehen in der 7. Klasse auf dem Lehrplan.

Die Station „Früchte aus aller Welt“ feiert beim diesjährigen Bauernhoftag an der Gettorfer Isarnwohld-Schule Premiere. Einmal im Jahr führt die Schule einen Bauernhoftag für die Schüler aller fünften Klassen durch. Das Projekt, das die Fachschaft Geografie der Schule durchführt, ist eine der wenigen schultypübergreifenden Lernerfahrungen der Schüler. Neben der neuen Station „Früchte aus aller Welt“ gibt es noch fünf weitere Stationen, die die Fünftklässler an dem Vormittag nacheinander besuchen. In einem Klassenraum wird ein Film über ökologische Landwirtschaft gezeigt. Hier lernen die Schüler neben den Besonderheiten der ökologischen Landwirtschaft den Jahreslauf in der Landwirtschaft von der Saat bis zur Ernte kennen.

In der „Milchbar“ können die Schüler verschiedene Milchsorten probieren und erhalten Informationen über die Produktion von Milch. Bei der Station „Schwein“ müssen die Schüler die einzelnen Lebens-und Maststationen eines Schweines in die richtige Reihenfolge bringen. Verschiedene Brotsorten stehen zum Probieren bei der Getreidestation bereit. Hier beschäftigen sich die Schüler mit den verschiedenen Getreidesorten und mit dem Anbau und der Verarbeitung des Getreides.

In einem Computerraum befindet sich heute der digitale Bauernhof. Die Schüler lernen auf dem Bildschirm einen Bauernhof kennen, gehen durch die Ställe und Wirtschaftsgebäude. Der Besuch eines echten Bauernhofes stand bisher nicht auf dem Lehrplan. Michaela Torp-Wüstenberg, Leiterin der Fachschaft Geographie, weiß, dass sich das im nächsten Schuljahr ändern wird. Nach dem Willen der neuen Landesregierung gehört der Besuch eines Bauernhofes zum Pflichtprogramm. Wer nicht bis zum nächsten Schuljahr warten will, kann bereits in den kommenden Sommerferien einen Bauernhof besuchen. Am 27. Juli und am 22. August ist von 14 bis 17 Uhr eine Hofbesichtigung auf dem Hof Dibbern, Achsenkamp 2 in Neudorf möglich. Wer dabei sein will, meldet sich bis zum 20. Juli, zwischen 9 und 12 Uhr telefonisch bei Familie Dibbern unter Tel. 04346/43  71 an. Die Hofbesichtigung ist für Kinder bis 14 Jahre kostenlos. Erwachsene zahlen 4 Euro. Die (jungen) Besucher bekommen einen Einblick in die Milchviehhaltung des Familienbetriebes, haben die Möglichkeit beim Melken dabei zu sein, sowie den kleinen Hofladen und das Blumenfeld kennenzulernen.

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