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Kino : Bauausschuss bestätigt Bahnhof als Kinostandort

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Der Bauausschuss will den Bahnhof als Kinostandort. Jetzt fehlt noch der Finanzausschuss, und die Ratsversammlung kann die Stadt mit Kaufverhandlungen beauftragen.

Es gab keine Diskussion: Die Mitglieder des Bauausschusses haben der Ratsversammlung einstimmig die Empfehlung ausgesprochen, als Standort für ein neu zu errichtendes kommerzielles Kino die Grundstücksflächen am Bahnhof festzulegen. Gleichzeitig sprachen sich die Ausschussmitglieder dafür aus, den Bürgermeister zu beauftragen, mit der Deutschen Bahn Verhandlungen über den Erwerb des Bahnhofs zu führen und ihn zu ermächtigen, eine Absichtserklärung („Letter of Intent“) mit der Bahn zu unterzeichnen. Nun fehlt noch das Votum des Finanzausschusses, damit die Ratsversammlung am 7. November eine Standort-Entscheidung fällen und die Verwaltung Nägel mit Köpfen machen kann.

Da die Stadt ein Vorkaufsrecht für den Bahnhof genießt, kann ein langwieriges Bieterverfahren mit Einzelinteressenten ausgeschlossen werden. Die Stadt tritt nur als Zwischenhändler auf, verkauft das Areal weiter an einen Investor. Zurzeit werden durch die Bahn die betrieblichen Notwendigkeiten geprüft und das bestehende Wertgutachten aus dem Jahr 2007 überarbeitet. Mit Ergebnissen wird Ende des Jahres gerechnet. In den endgültigen Verkaufspreis soll auch die kostenfreie Nutzung einer 300 Quadratmeter großen Fläche im neuen Objekt für die Deutsche Bahn einfließen. Dort sollen DB Service Store, Reisezentrum, Warteraum und die Bahnhofsmission untergebracht werden. Insgesamt umfasst das zu verkaufende Grundstück eine Fläche von 3900 Quadratmetern. Die Absichtserklärung verpflichtet zwar keine der Parteien zu einem Vertragsabschluss, bestätigt jedoch die Ernsthaftigkeit der Verhandlungen.

Durch einen Verkauf soll die städtebauliche Entwicklung des Bahnhofs stärker vorangebracht werden, heißt es in der Präambel der Absichtserklärung. Und weiter: „Der Bahnhof sowie das Bahnhofsumfeld als Mittelpunkt des öffentlichen Raumes sollen zukünftig durch eine innerstädtische Aufwertung nicht nur den Zweck der Mobilität erfüllen, sondern gleichzeitig Zentrum vielfältiger Aktivitäten werden. Durch eine Neuordnung des Verkehrs, unter anderem des Ausbaus der B 76 und der Verkehrsberuhigung der Reeperbahn, wird der Bahnhof gut erreichbar sein und zusätzlich an Attraktivität gewinnen. Die Möglichkeit, auf der betreffenden Grundstücksfläche ein neues Kino und weitere Freizeiteinrichtungen zu errichten, nutzt die gute Verkehrsanbindung und wird das Ensemble Bahnhof/ Kino für Reisende sowie für Kinobesucher zu einem Anziehungspunkt in der südlichen Innenstadt machen und das Quartier deutlich aufwerten. Ziel ist es, den westlichen Brückenkopf als Entrée der Stadt Eckernförde auszugestalten.“

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erstellt am 23.Okt.2013 | 08:00 Uhr

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