Bahnhof und Fördeplatz im Fokus

Der künftige Fördeplatz zwischen Stadthalle, Willers-Jessen-Schule und BSIC soll die Innenstadt beleben.
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Der künftige Fördeplatz zwischen Stadthalle, Willers-Jessen-Schule und BSIC soll die Innenstadt beleben.

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08. Oktober 2015, 11:52 Uhr

Die Kieler Straße Süd mitsamt des Bahnhofsareals und der gewünschten Ausgestaltung des Fördeplatzes zwischen Stadthalle, Willers-Jessen-Schule und BSIC soll als lebendiges Wohn-, Geschäfts- und Freizeitquartier weiterentwickelt werden. Stadtplanerin Marie-Luise Zastrow aus Kiel stellte am Mittwochabend im Bauausschuss die Quartiersplanung vor.

Zastrow lobte die vielfältige architektonische Fassadengestaltung, Nutzung und die funktionierenden Querverbindungen in dem lebendigen Innenstadtquartier zwischen Bahnhof und Strand. Wichtig sei es, die Wohnnutzung zu erhalten, damit dort auch nach 20 Uhr noch eine Belebung stattfindet. Angesichts einiger nicht unumstrittener Neubauten hofft sie auf den positiven Einfluss der Ortsgestaltungssatzung.

Der Bahnhof selbst sei „ein großes Fragezeichen“. Die Stadt sollte sich überlegen, was mit dem schmucklosen Gebäude und dem Vorplatz passieren soll. Am besten wäre ein Abriss und eine Neuplanung. Auf jeden Fall sollte die Stadt „vorbereitet sein, wenn ein Investor kommt“.

Großes Potenzial berge die Weiterentwicklung des Fördeplatzes zwischen Stadthalle, Willers-Jessen-Schule und BSIC mit freien Blick zur Ostsee. Eine solche „Stadtbelebung mit Ostseeambiente wäre sehr, sehr einmalig“, sagte Marie-Luise Zastrow. Dazu müsste allerdings die grüne Wand seitlich der Stadthalle gelichtet, der Verkehr neu geregelt und sogar ein Eckgebäude in der Kieler Straße Süd weichen, so dass ein freier Durchblick zur Ostsee von der Kieler Straße Süd möglich wird. Da das Haus jedoch in Privatbesitz sei, habe die Stadt keine Handhabe. In den Fördeplatz mit großzügigem Zugang in die Fußgängerzone könnte auch eine kleine Markthalle auf dem Schulhof integriert werden, in die der Obst- und Gemüsestand vom Gänsemarkt einziehen könnte. Der werde dort zwar gut angenommen und erfülle eine wichtige Funktion, sei „gestalterisch aber nicht die beste Lösung und verstellt den Gänsemarkt“, sagte die Stadtplanerin.

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