Modernisierung : Bahnhof Rieseby bekommt modernes Gesicht

Tagesüber konnte bislang kaum am Bahnhof Rieseby gebaut werden. Nur während der Fahrplanpause zwischen etwa 0.30 und 4.30 Uhr konnten die Mitarbeiter von Helge Börensen (l.) arbeiten. Bürgermeister Jens Kolls ist froh, dass die Arbeiten nun begonnen haben.
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Tagesüber konnte bislang kaum am Bahnhof Rieseby gebaut werden. Nur während der Fahrplanpause zwischen etwa 0.30 und 4.30 Uhr konnten die Mitarbeiter von Helge Börensen (l.) arbeiten. Bürgermeister Jens Kolls ist froh, dass die Arbeiten nun begonnen haben.

Die Deutsche Bundesbahn investiert rund 260 000 Euro in die Modernisierung des Riesebyer Haltepunkts. Seit rund einer Woche wird gebaut. Verzögerungen gab es durch die Folgen des Orkans Christian. Vor Weihnachten soll alles fertig sein, so die bisherige Planung.

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04. November 2013, 06:00 Uhr

Ein völlig neues Gesicht wird der Bahnhof Rieseby nach der umfassenden Modernisierung haben. Auf einem breiteren Bahnsteig werden Passagiere künftig barrierefrei in die Züge einsteigen oder rollen können. „Wir sind sehr froh, dass die Arbeiten jetzt begonnen haben“, sagte Bürgermeister Jens Kolls bei einer Begehung. Insgesamt investiert die Deutsche Bahn rund 260 000 Euro in die Arbeiten.

Ob der Zeitplan zur Fertigstellung Mitte Dezember gehalten werden kann, dass können die Mitarbeiter und der Baustellenkoordinator vor Ort nicht sicher sagen. Orkantief Christian sorgte im Betriebsplan der Bahn für Umplanungen und Verzögerungen, wodurch eine Gleisstopfmaschine bislang nicht zum Einsatzort gebracht werden konnte, berichtete Tiefbauer Helge Börensen von der Firma Schwalbe Bau.

Begonnen hatten die Arbeiten in der Sturmnacht ab etwa 1 Uhr nachts. In der Anfangsphase wird nur nachts in der Ruhephase der Bahn von etwa 0.30 bis 4.30 Uhr gearbeitet, der Zugverkehr wird dann nicht beeinträchtigt. Jetzt am Wochenende sollte an sich die gesamte Strecke Eckernförde nach Süderbrarup stillgelegt werden, um weitere Gleisarbeiten zu erledigen. „Da hätten wir dann in zwei Schichten auch tagsüber arbeiten können“, sagte Börensen. Diese Sperrung hatte die Deutsche Bahn allerdings am Donnerstag auf Grund der Folgen von Sturmschäden abgesagt. Die Zeit fehle jetzt natürlich.

Die Mannschaft sei an die Nachtarbeit gewöhnt, berichtete Börensen, Allerdings erfordere es schon besondere Konzentration und Umsicht, bei Kunstlicht zu arbeiten. Der Tagesrhythmus sei einfach gestört. Nach den Nachtschichten wird etwa 14 Tage lang tagsüber gearbeitet. Dann sei die neue Bahnsteigkante mit Blindenleitsystem, die von jetzt 55 Zentimeter auf 76 Zentimeter angehoben wird, fertig und keine Arbeiten mehr im Gleis nötig. Die Pflasterung und Herstellung der Zuwegung könne ganz entspannt am Tag erfolgen. Etwa ab dem 18. November soll dann der erste rund 100 Meter lange Südabschnitt fertig sein.

Dann wird der nördliche, rund 70 Meter lange Abschnitt am alten Bahnhofsgebäude umgestaltet. Zunächst wieder in Nachschichten, später tagsüber. Das Wetterschutzhäuschen wie auch der Fahrkartenautomat werden provisorisch auf den fertigen Bahnsteig verlegt. Später wird der Automat im Wetterhäuschen aufgestellt, eine Verbesserung, die schon einige Bürger bei Jens Kolls als Wunsch vorgetragen hatten.

Klagen der Anwohner durch die nächtlichen Arbeiten gab es keine, ergänzte Michael Fohs von Schwalbe Bau. Einige waren eher erstaunt, dass es nicht lauter war. Die Anlieger kämen vorbei und im Gespräch konnten beispielsweise zu stark in Gebäude leuchtende Lichtstrahler verstellt werden. Ab dieser Woche sollen die Nachtschichten den Tagschichten weichen. Wenn alles passt und sich der Winter noch etwas Zeit lässt, dann sollen die Arbeiten vor Weihnachten abgeschlossen sein.

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