Verkaufsangebot : Bahn will jetzt verkaufen

.Die Deutsche Bahn möchte die Liegenschaft noch in diesem Jahr verkaufen.
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.Die Deutsche Bahn möchte die Liegenschaft noch in diesem Jahr verkaufen.

Das Bahnhofsgebäude soll noch in diesem Jahr verkauft werden. Die DB-Immoblien AG hat Anfang Januar einen Brief an die Stadt geschickt.

shz.de von
20. Januar 2018, 05:24 Uhr

Eckernförde | In das Thema Bahnhofsgebäude kommt wieder Bewegung – großes Gelächter und aufheiternde Zwischenrufe waren bei der ersten Sitzung des Hauptausschusses im neuen Jahr am Donnerstag im Ratssaal angesichts dieser Nachricht zu hören. Bürgermeister Jörg Sibbel hatte in seinem Bericht der Verwaltung gleich einen Knaller mitzuteilen: Die Deutsche Bahn bietet die Liegenschaft Bahnhofsgebäude der Stadt zum Verkauf an.

„Nach einer konzerninternen Prüfung hat die DB-Immobilien AG mit Sitz in Hamburg festgestellt, dass das Bahnhofsgebäude entbehrlich ist“, berichtete Sibbel. Aus dem Schreiben der Bahn an die Stadt vom 10. Januar geht hervor, dass die Immobilien-AG noch „in diesem Jahr mit dem Verkauf beauftragt worden ist“, so der Bürgermeister und machte in der Runde deutlich: „Wir werden erneute Verhandlungsgespräche mit der DB-Immobilien AG führen, aber zu einem anderen Preis.“

Die Geschichte der Verhandlungen zwischen Bahn und Stadt in Bezug auf den Verkauf des Geländes reicht bis in das Jahr 2007 zurück. Als Verkaufspreis hat die Bahn vor elf Jahren 600 000 Euro gefordert. Da die Stadt damals noch kein Nutzungskonzept für die Liegenschaft vorliegen hatte, hat sie das Angebot abgelehnt. 2013/2014 stiegen Stadt und Bahn erneut in Verkaufsverhandlungen ein, dieses Mal intensiver und von der städtischen Seite aus zielgerichteter – damals hatte die Stadt noch die Errichtung eines Kinos auf dem Gelände geplant. Da die Bahn plötzlich 900 000 Euro verlangte, hätten die Gesamtkosten inklusive Abriss des Gebäudes 1,6 Millionen Euro betragen. Zu viel – die Stadt winkte ab. Die Bahn senkte den Verkaufspreis nicht, die Verhandlungen wurden abgebrochen.

Ein Kino sei dort jetzt nicht mehr geplant, erklärte der Bürgermeister auf Nachfrage der EZ. Der Verkauf des Bahnhofsgeländes habe keine Auswirkungen auf die laufenden Planungen des Bebauungsplans Nr. 69, der unmittelbar an die Liegenschaft grenzt. Dieser sieht den Bau eines Kinos, von 80 Wohnungen, eines Einzelhandels für die Nahversorgung und von Parkplätzen vor. „Die Planungen für den B-Plan 69 sind schon sehr weit fortgeschritten“, sagte Sibbel. Die Lage des Geländes am Eingang zur Innenstadt macht dieses Gelände so attraktiv für die Stadt. „Der generelle Erwerb der Liegenschaft Bahnhofsgebäude ist schon aus strategischen Gründen wichtig“, machte der Verwaltungschef deutlich. Durch eine attraktivere Gestaltung könne das Gelände massiv aufgewertet werden.

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