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Eckernförder Zeitung

23. Oktober 2017 | 03:19 Uhr

Rückbau : Bahn frei für den Fischaufstieg

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

WBV Bornbek-Bienebek baut die Bienebek im Mündungsbereich zurück, um damit den Fischaufstieg wieder zu ermöglichen. Die EU- stellt gut 60 000 Euro über das Landwirtschaftsministerium zur Verfügung.

von
erstellt am 20.Feb.2014 | 06:00 Uhr

Holzdorf | Nach der Siesbek wird nun der Unterlauf der Bienebek für den Fischaufstieg durchgängig zurückgebaut. Der Wasser- und Bodenverband (WBV) Bornbek-Bienebek hat jetzt die Pläne für den gut 60 000 Euro teuren Gewässerumbau bei der Hauptversammlung des Verbands im Gasthaus Blumenthal vorgestellt.

Das Vorhaben besteht aus zwei Bereichen, erläuterte Bauingenieur Peter Heidel, der den WBV seit Jahrzehnten bauseitig berät. Die Bienebek wird künftig den Höhenunterschied zwischen Schleimündung und oberhalb der Anlagen von Gut Bienebek auf Niveau der Teiche über zwei Sohlgleiten überwinden. Kurz oberhalb der Schleimündung wird eine etwa 40 Meter lange Sohlgleite die ersten rund 80 Höhenzentimeter überwinden. Die zweite Gleite misst rund 100 Meter und überbrückt in zahlreichen Mäandern und Ruhebereichen etwa zwei Höhenmeter, so Heidel. Diese Gleite schließt an den unteren der beiden Teiche im Park von Gut Bienebek an. Dessen Überlauf samt Ablaufbett und Ablassschacht bleiben erhalten. Der rund 200 Meter lange Teich selber wirkt als Regenrückhaltebecken mit Pufferwirkung für den neuen Ablauf. Auch Sedimente wie Sand und Kies werden zurückgehalten, so dass der neue Ablauf wenig versanden wird, so der Bauingenieur. Die Sohlgleiten werden auf einem Kunststoffvlies aufgebaut. Darauf kommen Kiesschüttungen verschiedener Stärken. Um die Fließgeschwindigkeit des Gewässers auf 0,5 Meter / Sekunde zu bremsen, werden zusätzlich große Störsteine eingebracht. Die Gleite wird rund zwei Meter breit sein und gewährleisten, dass auch bei Niedrigwasser immer ein gewisser Wasserstand für Fische vorhanden ist. Ruhe- und strömungsreiche Bereichen werden sich abwechseln. Die Idee, die Bienebek außen in einem alten Bachbett an dem Teich vorbeizuführen, wurden aus Kostengründen verworfen.

Die Planung steht, positive Gespräche mit Prinz Christoph zu Schleswig-Holstein als Landeigentümer wurden geführt, die Vertragsunterzeichnung steht bevor, berichtete Verbandsvorsteher Rudolf von Spreckelsen. Die Kosten sind durch eine Bewilligung von EU-Mitteln über das MLUR in Höhe von 60 000 Euro für die Herstellung des Fischaufstiegs gedeckt. Sind alle Unterlagen zusammen, wird das Vorhaben den Genehmigungsbehörden vorgelegt, um dann zügig die Arbeiten aus zuschreiben, so der Verbandsvorsteher.

Bei der Versammlung wurde Rudolf von Spreckelsen (Senior) erneut für fünf Jahre vom Verbandsvorsteher gewählt. Sein Stellvertreter bleibt Hilmar Kellinghusen. Als Beisitzer gehören weiterhin Nadine Mahn und Broder Preuß-Driessen an. Einstimmig beschloss die Versammlung zudem eine Satzungsänderung. Diese hält gesetzliche Änderungen zu Abständen zwischen landwirtschaftlicher Nutzung an Gewässern fest.

Auf geänderte Bedingungen zur Pflege der Gewässer wies Ingenieur Heidel hin. So soll die Pflege künftig schonender erfolgen, um die ökologische Vielfalt der Gewässer zu fördern.

 

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