Ampel am Domstag : Bahn bremst wieder Verkehr aus

Die Ampelanlage an der B 76 / Ecke Domstag wird noch für längere Zeit ausfallen. Die Verkehrsteilnehmer müssen auf die geltenden Vorfahrtsregeln achten und sollten wegen querender Fußgänger und Radfahrer nicht schneller als 30 km/h fahren.
Die Ampelanlage an der B 76 / Ecke Domstag wird noch für längere Zeit ausfallen. Die Verkehrsteilnehmer müssen auf die geltenden Vorfahrtsregeln achten und sollten wegen querender Fußgänger und Radfahrer nicht schneller als 30 km/h fahren.

Ein Bauteil in der Kombination von Schranken- und Lichtsignalanlage am Domstag ist defekt. Deshalb ist die Ampelanlage ausgeschaltet. Die Suche nach einem Ersatzteil für die veraltete Technik hat begonnen.

shz.de von
13. Mai 2015, 06:10 Uhr

Eckernförde | Seit zwei Wochen müssen Autofahrer, die vom Domstag in die B 76 einbiegen wollen, Geduld mitbringen. Und erst recht die Fußgänger. Denn: Die Ampelanlage funktioniert nicht. Da, wo sonst rote und grüne Lichter den Verkehr regeln, blinkt jetzt nur noch das gelbe Lämpchen. Und da die Autofahrer auf der B 76 vorfahrtsberechtigt sind, müssen die Verkehrsteilnehmer aus dem Domstag zum Teil lange Wartezeiten in Kauf nehmen. Ganz zu schweigen von den Radfahrern und Fußgängern, die oft im Laufschritt über die Bundesstraße eilen, um nicht überfahren zu werden. Zwar sind 30 Km/h-Schilder für den Verkehr aufgestellt worden. An die hält sich aber nicht jeder Autofahrer.

Ein Bauteil ist defekt, und wie es die Eckernförder an dieser Ecke gewohnt sind, wird es auch wahrscheinlich so schnell nicht repariert oder ersetzt werden, denn wieder einmal spielt der Bahnübergang mit seiner veralteten Technik hinein. Nach Aussage von Matthias Paraknewitz vom Landesamt für Straßenbau und Verkehr in Rendsburg liegt der Fehler in einem elektrischen Bauteil in der Kombination von Schranken- und Lichtsignalanlage. Und weil die gesamte Technik der Schrankenanlage sehr alt ist, muss erst einmal geklärt werden, ob es noch irgendwo in Deutschland ein so altes Originalersatzteil gibt oder ob es ein neues Teil gibt, das mit der alten Anlage kompatibel ist. Alternativ müsste ein größerer Teil der Anlage erneuert werden, was sich bis in die Schienenüberwachungsanlage der Bahn auswirken würde. Wie lange die Suche nach dem Ersatzteil und die anschließende Reparatur dauert, weiß niemand genau. Das letzte Wort hat die Bahn, die sich für eine Lösung entscheiden muss.

Derweil arbeitet das Landesamt für Straßenbau und Verkehr an einem Provisorium für Fußgänger, damit diese ohne Gefahr die Straße überqueren können. Denn einfach die Ampelanlage ohne Abstimmung auf die schließenden und öffnenden Schranken laufen zu lassen, wäre zu gefährlich. Autofahrer sollten an dieser Kreuzung deshalb besonders vorsichtig sein und darauf achten, dass sie, vom Domstag kommend, nicht auf den Bahnschienen zum Stehen kommen. Bei einem Rückstau wegen wartender Fahrzeuge, sollten sie lieber vor den Schienen stehenbleiben, denn die Schranken schließen sich bei einem nahenden Zug auf jeden Fall – mit oder ohne Wagen zwischen ihnen.

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