zur Navigation springen

Hilfe fürs Christliche Jugenddorfwerk Deutschland : Bänker greifen zu Pinsel und Schrauber

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Mitarbeiter der Deutschen Bank verbringen einen sozialen Tag im Jugenddorf Altenhof und helfen bei der Renovierung des Speisesaals.

Altenhof | Tische, Stühle und Pflanzen werden hinausgetragen, alte Bänke, Lampen und Bilder abgebaut, geputzt und gefegt, Folie ausgelegt, Fenster und Türrahmen abgeklebt, Löcher in den Wänden zugespachtelt. Die Wände werden in hellem Gelb neu gestrichen. Es wird organisiert, improvisiert und gelacht: Gemeinsam mit pädagogischem Personal und Bewohnern hat am Sonnabend als eine Aktion innerhalb ihrer Social Days ein Team aus elf Führungskräften der Deutschen Bank Kiel den Speisesaal des Jugenddorfs in Altenhof renoviert. Dazu gab es eine Spende in Höhe von 1000 Euro an das Christliche Jugenddorfwerk Deutschland (CJD) für Farben und Einrichtung. Eine Aktion, von der beide Seiten etwas haben.

Für die Einrichtung, die Menschen mit geistigen und seelischen Behinderungen im Sinne der Eingliederungshilfe betreut, bedeutet sie einen modernisierten Speisesaal, für die Deutsche Bank einen Image-Gewinn. In dem konzernweiten Programm der Deutschen Bank zur Förderung des ehrenamtlichen Engagements der Mitarbeiter, packen weltweit Angestellte in ihrem lokalen Umfeld mit an, wenn in gemeinnützigen Einrichtungen soziales Engagement gefragt ist. So werden gemeinnützige Einrichtungen renoviert, Bäume zur Generierung von Trinkwasser gepflanzt oder Benefiz-Veranstaltungen organisiert. Die Mitarbeiter können selbst entscheiden, welche Projekte sie unterstützen. Im vergangenen Jahr wurden so mehr als 1100 Projekte initiiert und umgesetzt.

Die Deutsche Bank Kiel hat sich in diesem Jahr nach Absprache mit Florian Bender, dem Leiter der CJD-Einrichtung in Altenhof, für die Renovierung des Speisesaals entschieden. „Wir engagieren uns gerne ehrenamtlich für den Verein, weil er mit seiner Arbeit eine wichtige Anlaufstelle für Menschen mit körperlicher und geistiger Behinderung darstellt“, erklärte Henning Jacob, Mitglied der Geschäftsleitung der Deutschen Bank in Kiel. In Wohnheimen ermögliche er ihnen ein möglichst eigenständiges Leben. „Wir freuen uns, einen schönen Speisesaal für die Bewohner zu gestalten.“ Der Vorschlag stammt von Kollegin Tanja Dieckmann, Teamleiterin Privatkunden in Kiel. Sie wohnt in Altenhof, kennt die Einrichtung als Feuerwehrfrau und hat den Kontakt hergestellt „Es macht uns Spaß“, versicherte sie. „Auch wenn wir Bänker sind, streichen kann doch jeder. Man muss sich nur trauen. Und man sieht am Ende, was man geschafft hat.“

Florian Bender, Leiter der Einrichtung in Altenhof, koordinierte die Renovierungs-Aktion. „Das war vorher einfach keine vernünftige Lösung im Speisesaal“, gestand er. Die Bänke waren über 30 Jahre alt, kaputt, verdeckten zum Teil die Heizkörper, und die Situation war ungünstig für Rollstuhlfahrer. Wenn alle 24 Bewohner und zehn pädagogischen Mitarbeiter da sind, müsse Platz sein für über 30 Personen. Für finanzielle und praktische Unterstützung ist er immer dankbar. An so einem Altbau sei immer etwas zu tun, was über die Kostensätze nicht abzudecken sei, sagte er. Sie können immer nur das Nötigste tun. „Wir schaffen es nur dadurch, dass wir anhaltend voll belegt sind“, machte Florian Bender deutlich. Dennoch sei die Situation für soziale Einrichtungen nicht leicht. „Da kam uns die Anfrage von Frau Dieckmann gerade recht“, dankte er. „Wir freuen uns natürlich sehr.“
 

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen