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Eckernförder Zeitung

18. Oktober 2017 | 03:10 Uhr

Interview : Bach trifft auf Jazz und Groove

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Julia Uhlenwinkel lädt Sonntag zu einem besonderen Konzert in die St.-Jürgen-Kirche ein / Publikum darf gespannt sein

von
erstellt am 11.Apr.2015 | 06:09 Uhr

Gettorf | Morgen gibt es eine Premiere in der Gettorfer St.-Jürgen-Kirche: Kantorin Julia Uhlenwinkel lädt um 17 Uhr zu einem „heiteren Orgelkonzert mit österlichem Nachklang“ ein und setzt damit die Reihe der neuen Angebote fort, die sie seit ihrem Wechsel von Jürgenstorf in Mecklenburg-Vorpommern in den Dänischen Wohld vor anderthalb Jahren geschaffen hat.

Frau Uhlenwinkel, ein heiteres Orgelkonzert, wie ist die Idee dazu entstanden?

Ein Kollege hat mich darauf gebracht. Ich spiele das Konzert heute bei ihm in Bassum bei Bremen und morgen dann hier. Etwas Heiteres passt kirchenjahreszeitlich zum österlichen Freudenkreis.

Welche Musik steht auf dem Programm?

Ich werde Bearbeitungen von Bach und Scheidt spielen – das ist der österliche Nachklang. Aber auch Jazz- und Groove-Klänge moderner Komponisten werden zu hören sein.

Tradition trifft auf Moderne?

Ja, es gibt Bestrebungen, moderne Stücke für die Orgel umzusetzen. Im Konzert werde ich zum Beispiel die Sherlock Holmes Suite von Andreas Willscher spielen, da sind viele Anklänge aus Blues und Ragtime drin.

Die Zuhörer werden die Orgel also neu erleben?

(lacht) Ich hoffe es. Es ist doch etwas anderes als das Praeludium von Bach, das ich natürlich auch spiele. Ich bin gespannt auf die Reaktionen des Publikums.

Was ist Ihnen näher – traditionelle Stücke oder moderne?

Ich kann nicht sagen, dass ich das eine oder andere lieber spiele. Ich bin mit der Tradition groß geworden, in den letzten Jahren kam dann immer mehr Modernes dazu. Es war mehr der Weg vom einen zum anderen. Beides hat seine Herausforderungen, denen es gerecht zu werden gilt. Ich würde nicht das eine über das andere setzen wollen.

Sie haben einen Kinder- und einen Jugendchor neu aufgebaut. Wie ist die Resonanz?

Im Kinderchor sind Anfang des Jahres viele Neue dazugekommen. 30 Kinder sind es jetzt, das ist sehr schön. Beim Jugendchor sind es nur 15, aber die Gruppe hat sich musikalisch sehr schnell weiterentwickelt. Ein paar mehr Jungen könnten noch dazukommen – bislang ist nur einer dabei.

Für die Kleinen bieten Sie auch ein Singspiel an, das im Sommer aufgeführt werden soll. Was war die Motivation dafür?

Zu Weihnachten haben wir das Krippenspiel als Singspiel aufgeführt, das hat den Kindern großen Spaß gemacht. Ich selbst komme aus einem Kinderchor, wo so etwas Gang und Gäbe war. Mir hat das immer viel Spaß gemacht, und ich habe das Gefühl, das es den Kindern, die jetzt dabei sind, auch so geht.

Haben Sie noch mehr Projekte in Planung für dieses Jahr?

Mit dem Gospel-Chor Get Spirit gestalten wir einen Gottesdienst am 12. Juli. Nach den Sommerferien geht es dann mit den Vorbereitungen der Adventskonzerte weiter. Und unsere Orgel wird im nächsten Jahr 150 Jahre alt – da plane ich derzeit, wie man das gebührend begehen kann. Es gibt da spannende Sachen.

So ein Konzert wie morgen?

Zum Beispiel. Da gibt es 1000 Möglichkeiten. Ich habe zum Beispiel schon mal ein vierhändiges Orgelkonzert gespielt, das war toll, und das würde ich gern nochmal machen.

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