Endlich : B 76 nach fünf Jahren endlich baustellenfrei

Durften das Band durchschneiden (v.l.): Torsten Conradt vom Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr, Bundestagsabgeordneter Sönke Rix (SPD), Verkehrsminister Reinhard Meyer, Bürgermeister Jörg Sibbel und Bundestagsabgeordneter Johann Wadephul (CDU).
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Durften das Band durchschneiden (v.l.): Torsten Conradt vom Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr, Bundestagsabgeordneter Sönke Rix (SPD), Verkehrsminister Reinhard Meyer, Bürgermeister Jörg Sibbel und Bundestagsabgeordneter Johann Wadephul (CDU).

Verkehrsminister Reinhard Meyer hat am Mittwoch den letzten Abschnitt der vierspurig ausgebauten Bundesstraße freigegeben.

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24. Juli 2014, 05:36 Uhr

Auf diesen Augenblick haben die Eckernförder gewartet: Gestern Vormittag hat Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Reinhard Meyer auch das letzte Teilstück der B 76 für den Verkehr freigegeben. Damit ist der vierspurige Ausbau der Straße nach fünf Jahren beendet und liegt voll im Zeitsoll.

20 000 Kubikmeter Boden wurden bewegt, ebenso 10 000 Kubikmeter Asphalt. 2,4 Kilometer lang ist die Strecke zwischen Lornsenplatz und Carlshöhe, für deren vierspurigen Ausbau der erste Spatenstich am 6. Mai 2009 erfolgte. Drei Brückenbauwerke, eine 220 Meter lange Lärmschutzwand und eine 62 Meter lange Stützwand mussten hergestellt werden. Die Kreuzungen Noorstraße und Schulweg wurden mit zusätzlichen Fahrspuren ergänzt und mit neuen Ampelanlagen ausgestattet. Zwei Regenrückhaltebecken sowie eine 285 Meter lange Amphibienleitwand wurden errichtet. Das Besondere: Alle Bauarbeiten wurden während des laufenden Verkehrs ausgeführt.

An der Notwendigkeit der 15 Millionen Euro teuren Maßnahme ließ Verkehrsminister Reinhard Meyer keinen Zweifel: „18 000 Fahrzeuge pro Tag nutzen diese Strecke. Und die Prognosen gehen von steigenden Zahlen aus.“ Die Instandhaltung der Infrastruktur in Schleswig-Holstein sei in den vergangenen Jahren vernachlässigt worden. „Wir müssen mehr dafür tun.“

Wie Meyer dankte auch Bürgermeister Jörg Sibbel allen Beteiligten für die reibungslose Zusammenarbeit. Der Ausbau der B 76 sei für Eckernförde besonders bedeutungsvoll, weil mit ihm auch der innerstädtische Verkehr umgestaltet werden könne. Damit sprach er die Nooröffnung und die geplante Verkehrsberuhigung der Reeperbahn an, die man nach ersten Schätzungen schon in zwei bis drei Jahren in Angriff nehmen könne. Auch der Durchgangsverkehr durch Borby soll über die B 76 gelenkt werden. „Die Kosten von 15 Mio Euro sind deshalb gut angelegt und werden ihre nachhaltige Wirkung entfalten.“

Ein Lob für die Eckernförder hatte Matthias Paraknewitz vom Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr in Rendsburg übrig: „Die Eckernförder haben mit Vernunft und Verständnis auf die fünf Jahre dauernde Baumaßnahme reagiert, in manch anderer Stadt werden die Leute schon bei einer zweiwöchigen Deckenerneuerung hektisch bis hysterisch.“

Nach dem Durchschneiden des Bandes ließen es sich die Beteiligten nicht nehmen, in Oldtimern als Erste den jungfräulichen Asphalt zu befahren. Kurze Zeit später räumten Arbeiter die letzten Baken weg und zogen die Markierungsstreifen ab.

Die B 76 ist also frei, einzig die Elemente für die Lärmschutzwand auf Höhe der alten Straßenmeisterei müssen noch eingesetzt werden. Dafür wird in voraussichtlich zwei bis drei Wochen noch ein oder zwei Tage lang eine Spur vorübergehend gesperrt. Doch dann war es das mit der Baustelle. Bleibt noch die Frage nach der Geschwindigkeitsbegrenzung: Zwischen Carlshöhe und Noorstraße herrschen 80 km/h, zwischen Noorstraße und Lornsenplatz 60 km/h.

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