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Besuch aus Down Under im Ostseebad : Australien und Damp – Rehakliniken sind im Dialog

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Manager einer australischen Gesundheitsgruppe zu Gast in Damp. Fachleute aus Down Under beeindruckt von Größe und Dimension der Anlage im Ostseebad.

von
erstellt am 04.Dez.2017 | 06:38 Uhr

Damp | 21 000 Kilometer liegen zwischen der Helios Rehaklinik Damp und den Kliniken der privaten australischen „Healthe Care“-Gruppe. Hier wie dort stehen die Patienten im Mittelpunkt. Über das „Wie“ haben sich in der Vorwoche vier Manager der australischen Gesundheitsgruppe mit 37 Akut- und Rehakliniken in Damp beim Ärztlichen Direktor Prof. Dr. Matthias Köhler und seinem Team informiert.

„Es waren sehr offene und interessante Gespräche“, sagte Dr. Köhler. Dabei sieht der Damper Leiter der Rehaklinik vor allem im Bereich der Erfassung und Ermittlung der Behandlungsqualität eine gemeinsame Aufgabe. Während in der Akutmedizin (Orthopädie) sehr schnell ein Behandlungserfolg sichtbar und messbar sei, sei es im Bereich der Rehabilitation nicht so leicht, Verbesserungen der Lebensqualität von Patienten nach einer Rehabilitation zu ermitteln, erläuterte Dr. Köhler. Hier könne er sich eine intensivere Zusammenarbeit vorstellen. Dank der Digitalisierung sei die Erfassung und Auswertung von Behandlungsdaten heute sehr viel leichter als früher. Somit könne auch über unterschiedliche Ergebnisse hier und dort schnell ein Austausch erfolgen. Dabei könnten Unterschiede geklärt werden, „um voneinander zu lernen“, betonte Dr. Köhler.

Den Weg nach Damp ebnete der Delegation Jens Deerberg-Wittramm. Er ist von der Boston Consulting Group, die 2012 an der Gründung von ICHOM (International Consortium for Health Outcomes Measurement) beteiligt war. Der gemeinnützige Verein will Gesundheitssysteme weltweit verbinden. Deerberg-Wittramm kannte Dr. Köhler und befand die Damper Rehaklinik als den richtigen Ansprechpartner für die drittgrößte Australische Klinikgruppe.

Besonders beeindruckt waren die Gäste von der Größe und Dimension der Anlage in Damp. Während die Rehakliniken von „Healthe Care“ etwa 150 Betten zählen, stehen in Damp 790 Betten zur Verfügung.

So waren die Gäste beeindruckt, wie optimiert jeder Patient einen Behandlungsplan bekommt und alle Mitarbeiter und Patienten wissen, wann sie wo sein müssen. Extrem ansprechend und umfangreich fanden die Reha-Fachleute aus Australien das Damper Therapieprogramm, wie Deerberg-Wittramm für die Gästedelegation berichtete. Hierbei lobten sie die höchst individuelle Behandlung eines jeden Patienten in einem solch großen Haus. Zugleich lobten sie das Teamwork zwischen Ärzten und Therapeuten.

Neben dem Standort Damp interessierten sich die Australier auch für das Fachgruppensystem der Helios-Kliniken-Gruppe. „Helios ist bekannt für den Fachaustausch innerhalb der Häuser“, so Deerberg-Wittramm. Der Aufbau eines solchen Systems könnte eine Vision für die australische Gruppe sein, die im Wachstum begriffen ist.

Die Delegation war froh und überrascht von der großen Offenheit der Gastgeber im Ostseebad Damp, die die Einladung nach Australien gern entgegennahmen. Bevor sie aber vielleicht wirklich auf die andere Seite der Welt reisen, werden Dr. Köhler und seine Kollegen via Skype und anderen digitalen Medien den Kontakt ausbauen.

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