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Ausgezeichnete Gartenarbeit und viele gute Projekte

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

von
erstellt am 21.Mär.2016 | 06:18 Uhr

Die Eckernförder Kleingärtner zeigen Flagge. Vorsitzender Hermann Brütt konnte am Freitagabend im Stadthallenrestaurant 89 der 615 Mitglieder zur Jahreshauptversammlung begrüßen, an der auch Umweltausschussvorsitzender Edgar Meyn (Grüne) und Anke Göttsch (SPD) als stellvertretende Bürgermeisterin sowie Uwe Winkelmann aus dem Bauamt teilnahmen. „Die Erhaltung der Kleingärten ist der Stadt ein wichtiges Anliegen“, betonte Göttsch in ihrem Grußwort. Man wisse um den klimatischen Ausgleich, den die vielfältigen Anlagen in Eckernförde schaffen. „Auch als Lebensmittellieferant für die Tafel und Wiedereinstiegsmaßnahme in den Beruf leisten die Kleingärten einen wertvollen Beitrag für die Stadt“, lobte sie das Engagement der Vereinsmitglieder. Angesichts des demografischen Wandels hält sie das Kleingartenwesen für zukunftsfähig. Edgar Meyn versprach den Versammelten politische Unterstützung durch den Umweltausschuss und versprach, allen Anliegen Gehör zu schenken.

In seinem Bericht äußerte sich Hermann Brütt positiv über die Entwicklungen in den Sozialgärten und der Parzelle, die als Frauengarten geführt wird. „Durch die Beschäftigung in den Sozialgärten ist es seit 2008 gelungen, Langzeitarbeitslose wieder an die Arbeit heranzuführen“, sagte Brütt. Es sei dort zu keinerlei Beschwerden gekommen. Auch der Frauengarten könne ohne Probleme weitergeführt werden. Das durch die Gleichstellungsbeauftragte Katrin Christine Blum ins Leben gerufene Projekt, das inzwischen vor allem von Birgit Weiske betreut wird, verlaufe mit seinen inzwischen fünf festen Teilnehmerinnen sehr erfreulich. „Der Garten ist in einem sehr guten Zustand und ist bereits jetzt durch Zuschüsse und großzügige Spende von Sponsoren für vier weitere Jahre gesichert“, freute sich der Vorsitzende.

Besonderes Lob ernteten die Kleingärtner für ihre hervorragenden Leistungen beim Kreiswettbewerb 2015, bei dem die ersten drei Plätze von Kolonien aus Eckernförde – Sauerstraße, Steenbarg und Wilhelmsthal – belegt wurden. Auch in der Einzelwertung konnte eine Parzelle aus den Reihen der Vereinsmitglieder als bester Garten überzeugen (Ernst Rahe, Steenbarg).

Allerdings fand er auch kritische Worte in Bezug auf die Zahlungsmoral einiger Mitglieder, durch die inzwischen 10  000 Euro in der Vereinskasse fehlten. Viel Diskussionsbedarf gab es auch im Zusammenhang mit dem neuen Wildschutzzaun in der Kolonie Süderhake II, dessen Materialkosten die Stadt übernehmen wolle. Der Zaun soll die Wildschweine abhalten, immer wieder die Anlagen zu verwüsten. Den Bau werden die Vereinsmitglieder selbst übernehmen, allerdings zeigten sich vor allem viele junge Gärtner skeptisch hinsichtlich der Widerstandskraft des geplanten Zaunes. Der Vorstand möchte allerdings an den bisherigen Plänen festhalten und argumentierte mit der geringeren Maschengröße, die es den Tieren unmöglich machen soll, den Draht zu zerstören.

Bei der Wahl zur 2. Vorsitzenden konnte sich Alexandra Karlstorff durchsetzen, die wiedergewählte Beisitzerin Birgit Weiske wird ab sofort von Bernd Kuczynski unterstützt. Die Schiedsstelle wird von Karin Lietz betreut. Als Vertreter wurden Knud Kristensen, Uwe Nilsson und Petra Neumann gewählt. Die Revisoren heißen Helmut Rödinger, Sigrid Schwarzer, Vertreter bleibt Klaus Murswiek.

Der Kleingärtnerverein zeichnete verdienstvolle und langjährige Mitglieder aus.

>Ehrennadel mit Goldkranz: Heinz Walter, Heinz Wagler, Siegfried Müller, Nicolaus Metzger, Theodor Lohmann und Wilfried Bosse;

> Goldene Ehrennadel: Erwin Thiel , Dieter Schobries, Günter Matt, Werner Wigger und Kurt Dubil;

> Silberne Ehrennadel: Hans-Dieter Bruhn, Michael Hoffmann, Gerd Martens, Jercy Nowak, Franz Rexing, Günter Schlicht, Rosemarie Vergiehn und Ursula Link;

> Kleingärtner des Jahres (Johannes-Weidemann-Gedächtnispokal);

Ehrenmitglied: Erwin Fey, Kolonie Kruse-Steenbeck für seine unermüdliche Hilfsbereitschaft.

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