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Kirchengemeinde Krusendorf : Ausblick mit Sorgenfalte

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Pastorenstelle der Kirchengemeinde droht auf eine halbe Stelle zu schrumpfen / Internetseite soll Angebote bekannter machen

Krusendorf | Die zukunftsweisende Gestaltung der Friedhöfe, die Öffnung für besondere Gottesdienste, auch außerhalb der Kirche, die zunehmende Nutzung des Gotteshauses als Raum für Konzerte – die Kirchengemeinde Krusendorf blickt auf ein gelungenes Jahr zurück. Dennoch schaut die Kirchengemeinderatsvorsitzende Karin Mordhorst besorgt in die Zukunft: Wenn es nicht gelingt, den Rückgang der Gemeindeglieder zu stoppen und Menschen für die Arbeit der Kirche im Ort zu begeistern, muss die Gemeinde voraussichtlich ab 2016 mit einer halben Pastorenstelle auskommen.

Dann geht Pastorin Ursula Strohecker in den Ruhestand, die zurzeit noch eine Dreiviertelstelle hat. Die soll es aber nach Beschluss der Synode künftig nicht mehr geben. Mit 1492 Mitgliedern liegt die Gemeinde deutlich unterhalb der Sollstärke, die für eine volle Stelle erforderlich ist – 2500 Personen. „Mit einer halben Stelle ist die Arbeit nicht zu bewältigen“, weiß Karin Mordhorst. Sie hofft, über die in Planung befindliche neue Homepage mehr Menschen zu erreichen und für die Angebote der Kirchengemeinde zu interessieren.

Die Umgestaltung des Friedhofs war im vergangenen Jahr ein großes Thema. An der Dreifaltigkeitskirche wurde ein neues Urnenfeld angelegt, außerdem wurden ein Zierapfel und ein Amberbaum gepflanzt, um die herum eine Urnenbeisetzung möglich ist. „Anlage und Baum wachsen parallel zueinander“, erklärt Karin Mordhorst die Idee, die auf große Zustimmung trifft. In diesem Jahr rückt der neue Friedhof in den Blick: der Kiesweg soll erneuert und die Trauerhalle renoviert werden. Der Parkcharakter der Anlage werde immer ausgeprägter, so dass die Menschen ihren Spazierweg zum Wasser auch gern über den Friedhof wählten, hat die Kirchengemeinderatsvorsitzende festgestellt. Sie hat sich viele Friedhöfe im Norden angesehen, die durch den Wegfall von Erdgräbern zunehmend viele Leerflächen aufweisen, und nach Lösungen gesucht, wie dem begegnet werden kann. „Die Friedhöfe werden in Zukunft andere Gesichter haben“, ist Mordhorst überzeugt.

Zur Freude der Kirchengemeinde werden in diesem Jahr die Grabungen am Katharinenplatz fortgesetzt. Nachdem Dr. Donat Wehner vom Institut für Ur- und Frühgeschichte der Christian-Albrechts-Universität Kiel und seine Studenten beim Freilegen der Pfarrkirche St. Catharinen, die bis 1737 über der Küste thronte, Fundamente und 98 Gräber gefunden hatten, wollen sie in diesem Jahr die Suche nach dem Glockenturm antreten. Dafür soll die vorlesungsfreie Zeit im August und September genutzt werden, teilt Mordhorst mit.

Die Pflasterarbeiten rund um das Pastorat konnte Mitarbeiter Karl-Heinz Petersen weitestgehend abschließen – mit Ausnahme der Auffahrt. Wegen Arbeiten an den Leitungen des Wasser- und Bodenverbands Krusendorf kann die erst in diesem Jahr neu gestaltet werden. Nicht geplant war die Erneuerung der Regenwasserentsorgung, die unvermeidbar war, nachdem der Keller des Pastorats mehrfach nach Regen unter Wasser stand. 8000 Euro mussten hier investiert werden.

Im Kindergarten hat es einen Wechsel gegeben: Nachdem sich Julia Jessen und Janka Derlien beide fast zeitgleich in die Elternzeit verabschiedet haben, traten Gaby Fallatik und Annika Ramoscheit ihre Vertretung an. Mit Erzieherin Margit Markwort konnte zudem die dringend benötigte, fünfte Kraft eingestellt werden.

Der Posaunenchor unter Leitung von Henning Rose und Organist Torsten Plaß hätten für eine „wirklich tolle Kirchenmusik“ gesorgt, hebt Mordhorst hervor. Daneben gab es verschiedene Auftritte externer Musiker. Daran soll in diesem Jahr angeknüpft werden: Neben den Benefizkonzerten zugunsten der Sanierung der Orgel, die zum 150-jährigen Bestehen 2018 abgeschlossen sein soll, wird es verschiedene Darbietungen in der Dreifaltigkeitskirche geben: am 9. Mai die Eight Voices, am 31. Mai das Mandolinenorchester, am 16. August Bettina Born und am 21. August das Abschlusskonzert zum Landesferienkurs Musik auf Schloss Noer.

 

 

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erstellt am 04.Feb.2015 | 06:00 Uhr

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