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Zu wenig besucher : Ausbildungsmesse enttäuscht

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

34 Betriebe haben an der Ausstellungsmesse des Wirtschaftskreises Eckernförde teilgenommen. Dennoch: 2015 will der WKE keine Messe organisieren. Zu wenig Schüler besuchten die Info-Veranstaltung.

shz.de von
erstellt am 29.Sep.2014 | 06:20 Uhr

Was die Auszubildenden während ihrer Ausbildung zum Medienkaufmann oder zur Medienkauffrau machen, wurde Leonie Bacher am Wochenende oft gefragt. Sie absolviert zurzeit ein duales Bachelorstudium in Betriebswirtschaft, ergänzt um eine Ausbildung zur Medienkauffrau beim Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlag (sh:z). Bei der Ausbildungsmesse des Wirtschaftskreises Eckernförde im Schulzentrum stand sie interessierten Besuchern Rede und Antwort und stellte die verschiedenen Ausbildungsmöglichkeiten beim sh:z vor. Denn neben dem dualen Bachelorstudium in Betriebswirtschaft, ergänzt um eine Ausbildung zum Medienkaufmann Digital und Print, besteht auch noch die Möglichkeit, eine Ausbildung zum Mediengestalter Gestaltung und Technik für Digital- und Printmedien oder eine Ausbildung zum Medienkaufmann für Digital- und Printmedien zu absolvieren. Außerdem kann beim sh:z ein berufsbegleitendes Masterstudium in Journalismus und Medienwirtschaft absolviert werden.

Der sh:z war einer von 34 Betrieben, die sich auf der Ausbildungsmesse vorstellten. Unter anderem waren auch das Berufsbildungszentrum Rendsburg-Eckernförde, Standort Eckernförde, und die Regionale Ausbildungsbetreuung mit Ständen vor Ort.

Auch die Stadt Eckernförde informierte auf der Messe über die Ausbildungsmöglichkeiten. Ausgebildet werden Gärtner (Fachrichtung: Garten- und Landschaftsbau), Bauzeichner (Fachrichtung: Hochbau und Tiefbau), Verwaltungsfachangestellte und Fachkräfte für Abwassertechnik. „Häufig wird gefragt, ob es überwiegend eine Tätigkeit ist, die im Büro oder im Freien ausgeübt wird“, sagte Nico Ruser, der als Bauzeichner bei der Stadt arbeitet. Das sei vom gewählten Beruf abhängig. Ein Praktikum vorher empfehle sich, damit man wisse, was auf einen zukomme.

„Leider erreichten wir zur Messe nicht das von uns allen gewünschte Ergebnis, es war schlichtweg unbefriedigend und enttäuschend“, teilte Wilfried Wagner, Vorsitzender des Wirtschaftskreises Eckernförde, mit. Die Zahl der Aussteller und Anbieter sei im Vergleich zum Vorjahr um 37 Prozent zurückgegangen, auch die Zahl der Interessierten nahm erheblich ab. „Insbesondere Oberstufenschüler konnten oder wurden nicht zum Besuch der Messe motiviert – sehr bedauerlich.“ Besonders enttäuschend sei, dass der Dehoga nicht und das Handwerk nur schwach vertreten waren. „Branchen, die seit Jahren Nachwuchssorgen beklagen“, so Wagner.

Auf der anderen Seite nehme die Zahl artverwandter Veranstaltungen im Bereich Rendsburg-Eckernförde zu. Viele Betriebe könnten es sich nicht leisten, jede Veranstaltung zu besuchen. Einige Schulen hätten das Zepter selbst in die Hand genommen und vermittelten Schüler direkt an Betriebe.

„Nach dem Motto: ‚Keine Veranstaltung ist besser, als eine schlechte’ wird der Wirtschaftskreis Eckernförde im nächsten Jahr keine Messe ‚ehrenamtlich’ organisieren“, teilte Wilfried Wagner mit.

 

 

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