zur Navigation springen
Eckernförder Zeitung

24. August 2017 | 00:05 Uhr

Straßenausbau : Ausbau bis Pukholt vertagt

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Gammelbyer Gemeindevertretung vertagt Ausbaubeschluss zur Straße Gammelby nach Pukholt, nachdem der Bauausschuss das Vorhaben einstimmig empfohlen hatte. Bauausschussvorsitzender Tarik Stolz hatte neue Fragen aufgeworfen.

Gammelby | Ob und wie die Straße Gammelby nach Pukholt ausgebaut wird, das ist nach der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung wieder offen. Die Vertretung unter Leitung von Bürgermeisterin Marlies Thoms-Pfeffer (KWG) vertagte den Beschluss, bis zur Klärung von noch offenen Fragen. „Was sollen wir anderes machen“, fragte Thoms-Pfeffer.

Hintergrund der Vollbremsung nach der einstimmigen Empfehlung aus dem Bauausschuss unter Leitung von Tarik Stolz (GWG, wir berichteten) war seine Feststellung, dass es auch Fördermittel nur bei einer Straßenunterhaltung gebe, also keinem Ausbau der Straße. Dadurch wäre die Kostenbelastung doch eine ganz andere, so Stolz. Dass diese Aussage im offiziellen Teil der Sitzung des Bauausschusses auch von Seiten der Fachleute gemacht worden sei, wiesen Stefan von Weydenberg als auch sein Fraktionskollege Ralph Sicker (beide KWG) klar zurück. Von Weydenberg: „Wenn dass so wäre, dann hätte der Ausschuss doch darüber beraten und nicht am Ende einstimmig für den Ausbau gestimmt.“ Zuschüsse gebe es nur für den Straßenausbau und die gleichzeitige Anwendung einer Straßenausbaubeitragssatzung, so habe er das klar verstanden, meinte Sicker.

Godber Peters von der Amtsverwaltung Schlei-Ostsee, konnte ad hoc zu dem Zusammenhang nichts sagen. Er sei weder bei der Bauausschusssitzung anwesend gewesen, noch sei er in Baufragen der Fachmann. Er kündigte eine sachliche Klärung an, die allerdings, so berichtete er am Donnerstagmorgen, erst am Montag erfolgen könne. Alle relevanten Gesprächspartner seien derzeit im Urlaub, so Peters. Der Vertagung wurde einstimmig entsprochen. Der Bauausschuss hatte den Ausbau für rund 205 000 Euro empfohlen. Darüber hinaus bestünden gute Chancen auf eine 55-prozentige Förderung der Nettobaukosten unter Anrechnung von Anliegerausbaubeiträgen, so die Beratung im Bauausschuss.

Mit Mehrheit der sechs köpfigen KWG-Fraktion wurde die zusätzliche Verkehrsberuhigung an den Ortseinfahrten von Pukholt kommend und über den Birkenseer Weg abgelehnt. Dem Argument von Heike Stolz (GWG), dass man den Anliegern an den Ortseingängen mit der baulichen Verkehrsberuhigung durch Straßenversätze viel helfen und im Ort auch auf niedrigere Geschwindigkeiten hoffen könne, zog nicht.

Im Ort gebe es jetzt bereits eine lang geforderte Tempo-30-Zone, an den Ortseingängen wurden weiße Warnbarken zur optischen Straßeneinengung installiert und es gelte Rechts-vor Links, zählte Thoms-Pfeffer unter anderem auf. Wer rasen wolle, tue das, auch wenn die Straße baulich eingeengt werde, so der Tenor der KWG-Fraktion. Dabei gehe es nicht um die Kosten von rund 6000 Euro für zwei Ortseinfahrten, sondern um den Nutzen, wie Jürgen Thoms ergänzte. „Am Ende hilft nur der Einbau von Schwellen“, so Sickers Feststellung. Den überraschenden Versuch von Tarik Stolz, zusätzlich zu den zwei beantragten Straßenversätzen auch an der Ortseinfahrt von der B 76 nach Gammelby eine Verengung zu installieren, wurde zurückgewiesen – das hätte der Bauausschussvorsitzende in seinem Ausschuss ergänzen können, jetzt sei es dafür zu spät, hieß es.

>Die Erstellung einer Innenentwicklungspotenzialanalyse für Gammelby wurde mit Mehrheit der KWG-Fraktion abgelehnt.

>Einstimmig wurde beschlossen, die Baum-Bepflanzung auf einer Streuobstwiese als Ausgleichsfläche im Wohngebiet Kummel zu erneuern. Das Amt wird gebeten Pflanzpläne und Kosten zu erstellen.

>Als neuer Gemeindevertreter wurde Torsten Modi (KWG) als Nachrücker für die verzogene Petra Stöterau verpflichtet. Modi wird zugleich Mitglied im Kultur- und Sozialausschuss und im Finanzausschuss, wo er bislang bürgerliches Mitglied war.

zur Startseite

von
erstellt am 30.Mai.2014 | 06:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen