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Projektauftakt : Aus vielen eine Energiequelle machen

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Erster Workshop zur Konzeptionierung einer Anlaufstelle für Ältere bringt viele Ideen

Angebote für ältere Menschen gibt es schon viele in Gettorf. Aber es fehlt an Vernetzung, Kommunikation der Anbieter untereinander und einer zentrale Räumlichkeit, wo Information, Beratung und Vermittlung stattfinden, gerne bei einer Tasse Tee oder Kaffee. Das kostet Geld. Das sind die ersten Ergebnisse, die der Auftaktworkshop zur Entwicklung eines umsetzbaren Konzepts für eine Anlaufstelle für ältere Menschen in Gettorf ergab.

Drei Stunden lang saßen Tomas Bahr vom Amt, Bürgermeister Jürgen Baasch, der Seniorenbeirat, Vertreter der Fraktionen, der sozialen Träger, der Kirche, der Sportvereine und Pflegeeinrichtungen dafür in der Amtsverwaltung zusammen, trugen ihre Ideen vor, erarbeiteten zu unterschiedlichen Fragestellungen in Gruppen Antworten, die dann auf bunte Kärtchen geschrieben an Tafeln geordnet wurden, präsentierten ihre Vorschläge und Bewertungen und kamen so zu ersten Ergebnissen. Die Koordination, Dokumentation und Projektgestaltung übernahmen Dr. Dieter Kuhn und Imke Wolff vom Institut AgendaRegio aus Kiel. In insgesamt vier Workshops soll bis zur Abschlussveranstaltung am 12. September unter Einbindung der örtlichen Institutionen, Vereine und Verbände, die sich um ältere Menschen kümmern, ein umsetzbares Konzept entwickelt werden (wir berichteten).

Zunächst ging es darum, aufzuzeigen, was sich die Teilnehmer unter einer Anlaufstelle vorstellen, welche Ziele sie damit verbinden, welche Belange und Wünsche da sind, welche Angebote es im Dänischen Wohld gibt und welche Beiträge selbst geleistet werden können. Mit dem Seniorenbeirat, dem Besuchsdienst der Kirche, der Awo und den gesundheitsorientierten und für soziale Beziehungen sorgenden Sportvereinen gebe es schon vieles, fasste Manfred Schröter vom Seniorenbeirat zusammen. „Aber es fehlt die Bündelung, um aus allem eine Energiequelle zu machen.“ Die Anlaufstelle stellt man sich als Netzwerk für Seniorenangelegenheiten mit Geschäftsstelle und generationsübergreifenden Aktivitäten vor, wo Informationen gesammelt und koordiniert, ältere Menschen beraten und an bestehende Institutionen vermittelt werden. Das trug Charlotte Hart-mann von der Awo zusammenfassend vor. Gerne auch mit Kummerkasten. Professor Ulrich Jürgens vom geographischen Institut der Uni Kiel bot an, das Projekt mit Studenten dahingehend zu unterstützen, die Bedürfnisse der älteren Menschen vor Ort direkt zu erfassen. „Ich bin beeindruckt von der Vielfalt der Ideen und der Bereitschaft zur Mitarbeit an dem Projekt“, zog der Seniorenbeiratsvorsitzende Professor Roland Lauterbach eine positive Bilanz des ersten Treffens. „Das ermutigt, dass die Workshops zu einem umsetzbaren Konzept für eine lebendige und wirksame Anlaufstelle führen.“

Bürgermeister Jürgen Baasch dankte für die Zeit, die investiert werde für die Bürger der Gemeinde. „Ich bin begeistert“, sagte er. „Unsere Vereine, Verbände und Institutionen halten ja schon viel für unsere Bürger vor.“ Hier gehe es insbesondere um die Vernetzung an zentraler Stelle. Und das nicht nur für Ältere. „Die Gemeinde sollte auch überlegen, ob sie nicht Geld in die Hand nimmt, um so eine Anlaufstelle auch für jüngere Menschen auszuweiten, vielleicht in einer ein Art Bürgerhaus.“

Der nächste Workshop ist für Freitag, 4. April, wieder von 15 bis 17 Uhr geplant.


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erstellt am 25.Feb.2014 | 06:00 Uhr

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