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Wirtschaft regional : Aus der Region für die Region

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Dörpsmarkt in Schinkel ermöglicht Versorgung mit heimischen Bio-Produkten / Weitere Stände sind willkommen

von
erstellt am 22.Aug.2014 | 06:08 Uhr

Unter den Linden am Eingang der Raiffeisenstraße luken die bunten Planen der Stände hervor – es ist Dörpsmarkt. Dieter Schlieger, Inhaber der Kornkraft-Bäckerei, und Thomas Böhm, Bio-Käsehändler aus Gammelby, hatten die Idee, eine Nahversorgung mit regional erzeugten Produkten im Marktcharakter aufzubauen – und haben damit den Nerv der Bürger getroffen.

Zu Böhm und seinem Sortiment aus Bio-Käse und -Molkereiprodukten, die zum Großteil von Produzenten aus Schleswig-Holstein stammen, gesellten sich vor ein paar Wochen Sabine Baarth aus Neuwittenbek mit Geflügel, Eiern, Obst und Gemüse der Saison sowie Eingewecktem, Christina Austen mit Gemüse vom Wurzelhof und jüngst Wiebke Bender-Faber mit Blumen und Pflanzen für den Garten. „Am Anfang war die Resonanz befriedigend, aber seit mehr Kollegen dabei sind, ist sie ordentlich gestiegen“, sagt Thomas Böhm. Die Kunden seien begeistert, dass es ein größeres Angebot gibt, hat er erfahren. Gerade die älteren Menschen im Dorf seien dankbar für die Möglichkeit, eigenständig einkaufen gehen zu können, fügt Sabine Baarth hinzu. Ihr selbst gefällt die Atmosphäre: „Klein, süß, familiär und gemütlich“, beschreibt sie den Markt. „Im Grunde kriegt man hier alles, was man zur täglichen Versorgung braucht“, meint Christina Austen. Das komme sowohl beim gesetzteren Publikum, als auch bei jungen Familien an. „Außerdem ist das hier ein Anlaufpunkt zum Schnacken“, verrät Sabine Baarth und lacht. Über sie fand auch Wiebke Bender-Faber den Weg auf den kleinen Platz vor der Kornkraft-Bäckerei. „Man hat mich neugierig gemacht“, sagt sie mit einem Augenzwinkern. Die Grundidee des Dörpsmarkts überzeugte sie.

Hans-Jürgen und Rosemarie Bunzel verbinden ihren Einkauf mit einem Spaziergang. „Als wir 1971 herzogen, gab es hier noch drei Läden – die sind alle weg“, sagt der Schinkeler. Lange sei man gezwungen gewesen, zum Einkaufen nach Gettorf oder Kiel zu fahren. „Das müssen wir jetzt nicht mehr unbedingt“, erklärt er und zeigt auf die Marktstände. „Das Sortiment ist klasse.“ Auch Anja Moritz gehört zu den regelmäßigen Kunden. Sie ist in Schinkel aufgewachsen und mit ihrem Mann dorthin zurückgekehrt, als sie Kinder bekamen. „Als ich klein war, hab ich bei Dieter und seiner Frau im Garten gespielt“, erzählt Anja Moritz. Heute kauft sie ihr Brot, nimmt dazu noch Milch und Käse mit – „Gemüse haben wir selbst im Garten“.

Angenehm überrascht von den positiven Rückmeldungen auf die Markt-Idee war Dieter Schlieger anfangs. „Es ist immer lebendig“, stellt er jetzt erfreut fest. Für ein paar Beschicker sei noch Platz: „Wir wünschen uns noch einige Stände mehr.“ Außerdem sollen die 27 Unternehmen im Ort den Platz nutzen, um sich zu präsentieren. Denn viele Neubürger wüssten gar nichts von ihnen, hat Schlieger-Halver festgestellt. Er hofft, dass es gelingt, den Raum unter den Linden als Dorfmitte zu etablieren, von wo aus sich die „total guten Initiativen im Ort“ vernetzen.

Wer sich selbst ein Bild vom Dörpsmarkt in Schinkel machen möchte, hat dazu dienstags von 7 bis 12 Uhr Gelegenheit. Am 7. Oktober steht der kleine Markt im Zeichen von Erntedank.

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