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Eckernförder Zeitung

24. November 2017 | 10:29 Uhr

Neuanfang : Aufstieg in drei Semestern

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Verwaltungsfachhochschule Altenholz strukturiert Studiengang für Polizeivollzugsdienst um

von
erstellt am 05.Feb.2014 | 06:00 Uhr

Der Polizeidienst mit all seinen Facetten wird immer anspruchsvoller – um so wichtiger wird es, die Kräfte der Landespolizei auf ihre Arbeit vorzubereiten. Um möglichst vielen das Studium Polizeivollzugsdienst, das mit dem Bachelor abschließt, zu ermöglichen, hat die Verwaltungsfachhochschule (FHVD) am Rehmkamp einen auf drei Semester verkürzten Studiengang entwickelt, der jetzt mit den ersten 25 Studierenden angelaufen ist.

Die Frauen und Männer kommen von verschiedenen Polizei-Dienststellen im ganzen Land und vollziehen mit dem Studium den Wechsel vom mittleren in den gehobenen Dienst. Bis 2003 war die Weiterbildung auf sechs Semester angelegt, wurde 2005 auf vier reduziert und nun zum Jahresanfang erneut umstrukturiert für drei Semester. Auslöser dafür sei zum einen die von der Kulturministerkonferenz gefordere Verbesserung der Durchlässigkeit des Bildungssystems, erklärt Professor Hartmut Brenneisen, Dekan des Fachbereichs Polizei an der FHVD. Beruflich qualifizierten Personen soll der Übergang an eine Hochschule durch Anerkennung ihrer fachlichen Kenntnisse ermöglicht werden, sofern diese Inhalten des Studiums gleichwertig sind. Maximal die Hälfte kann so auf das Studium angerechnet werden, schreibt das Hochschulgesetz vor. Zum anderen war es ein Hinweis des Landesrechnungshofs, der die Überlegungen an der FHVD beförderte – leistet doch die straffere Struktur des Aufstriegsstudiengangs einen Beitrag, die Sparvorgaben für die Landespolizei zu erfüllen.

Das Interesse an dem neuen Studiengang war groß: 134 Bewerber haben sich in Workshops von insgesamt mehr als 100 Stunden auf die Hochschulprüfung vorbereitet. Der haben sich dann noch 90 gestellt, 52 haben sie bestanden. „Aus ihnen hat die Landespolizei 25 Kanidaten ausgesucht“, erläutert Brenneisen. 13 Männer und zwölf Frauen. Wenn sie erfolgreich sind, werden sie zusammen mit dem Aufstiegsstudiengang, der noch mit vier zu absolvierenden Semestern gestartet ist, und den Absolventen des Studiengangs der Kommissaranwärter 2015 verabschiedet – dann hätte das Land 154 neue Kommissare. Die Prüfung wird für alle ungeachtet der Studiendauer gleich sein. Sowohl für Dekan Brenneisen als auch Professor Dr. Josef Konrad Rogosch, Präsident der FHVD, wird es spannend zu sehen, ob die Rechnung der Verkürzung des Studiengangs aufgeht. „Wir werden das sehr sorgfältig beobachten und messen, wieviel Stunden Eigenstudienzeit die Studierenden brauchen“, kündigt Brenneisen an. Es sei nicht gewollt, dass die neue Struktur des Studiums zu Lasten der Freizeit der Studierenden gehe, so Brenneisen.

 

 

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