Maislabyrinth : Auf verschlungenen Pfaden

Verlaufen? Luisa Henningsen kommt aus einer der ältesten Familien in Wulfshagen und kennt das Maislabyrinth wie ihre Westentasche, sie zeigt mit Hund Jeff und Moritz Graf zu Reventlow die verschlungenen Wege durch den Mais.
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Verlaufen? Luisa Henningsen kommt aus einer der ältesten Familien in Wulfshagen und kennt das Maislabyrinth wie ihre Westentasche, sie zeigt mit Hund Jeff und Moritz Graf zu Reventlow die verschlungenen Wege durch den Mais.

Maislabyrinth auf Gut Wulfshagen lockt viele Familien an. Breite Wege ermöglichen Nutzung mit Rollstuhl oder Kinderwagen.

shz.de von
25. August 2017, 06:13 Uhr

Seit Anfang Juli gibt es mit dem Maislabyrinth auf Gut Wulfshagen eine weitere Attraktion im Dänischen Wohld. „In erster Linie begrüßen wir hier Familien mit Kindern“, stellt Moritz Graf zu Reventlow, seit 2007 Besitzer des Gutes, fest. Dafür wurde das 25  000 Quadratmeter große Mais-Areal für die Besucher entsprechend mit Irrwegen gestaltet, an zwei besonderen Zielpunkten wurden Schatzkisten deponiert.

In diesen Schatzkisten sind Maiskörner und Weizenkeime enthalten, die die „Schatzsucher“ als Beweis für ihre erfolgreiche Suche am Start- und Zielbereich abgeben und dafür eine kleine „süße“ Belohnung erhalten können. „Am erfolgreichsten sind die Jungs im Alter zwischen zehn und 14 Jahren“, sagt Graf zu Reventlow, „denn mit ihrem ausgezeichneten Orientierungssinn und ihrer Schnelligkeit schaffen manche die Strecke in nur 20 Minuten.“ In normalem Tempo ist das Maislabyrinth übrigens innerhalb einer Stunde durchlaufen.

Carsten Hoffmann, einer der Helfer am Maislabyrinth, erläutert: „Wir haben in diesem Jahr auf Sackgassen im Labyrinth verzichtet und nur Wege mit einer Strecke von insgesamt etwa sieben Kilometern angelegt.“ Das Besondere an diesen Wegen ist die Breite von drei Metern und damit die Möglichkeit, das Maislabyrinth auch mit Kinderwagen oder Rollator zu begehen.

In diesem Jahr gedeiht der Mais aufgrund der feuchten Witterung besonders gut – die Saat aus dem Monat April ist gut aufgegangen und hat aus den Körnern bis zu dreieinhalb Meter hohe, stabile Pflanzen werden lassen. Jetzt bilden sich an den kräftigen Stengeln die Maiskolben heraus, die bis zu ihrer Ernte im Oktober und der anschließenden Verarbeitung zu Biogas weiter an Größe zulegen können. „Mit der Ernte finden sich dann auch alle Leute wieder an, die vielleicht während ihres Besuchs im Maislabyrinth verloren gegangen sind“, lacht Carsten Hoffmann.

Für die jüngsten Gäste hält das Maislabyrinth einige weitere Beschäftigungsangebote bereit: Frei zur Verfügung stehende Wasserpistolen animieren zur Wasserschlacht und kunterbunte Kunststoff-Gartenzwerge warten im Eingangsbereich auf eine entsprechende Dusche. Auf der gegenüberliegenden Seite des Labyrinths ist eine Fläche als Fußballfeld freigegeben und ein Fußballtor aufgestellt. „So können die Kinder spielen und toben, während die Eltern im anliegenden Café ’Alte Schule’ in aller Ruhe Kaffee und den beliebten hausgemachten Kuchen genießen,“ erklärt Beata Franz, eine der „guten Seelen“ vom Café, und ergänzt: „Bis zu sieben Sorten selbstgebackenen Kuchen können die Gäste hier verkosten.“

Mit dem Maislabyrinth erreicht Gutsbesitzer Moritz Graf zu Reventlow viele junge Familien und somit eine neue Zielgruppe. Natürlich freut man sich hier über die wachsende Zahl an jüngeren Besuchern von Gut und Café.
Mit dem zehnten Wohlder Markt, der morgen und Sonntag jeweils von 10 bis 17 Uhr stattfindet, werden bei hoffentlich sonnigem Wetter viele Gäste erwartet, die dann auch das Maislabyrinth nutzen können. Der Eintritt beträgt für alle ab sechs Jahren fünf Euro.

Der Markt besitzt aufgrund seiner regionalen und kunsthandwerklichen Produkte eine entsprechende Bekanntheit über den Dänischen Wohld hinaus, freier Eintritt und Parken werden die Entscheidung zum Besuch zusätzlich erleichtern.

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