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Mountainbike-Sport : Auf neuen Wegen legal durch den Wald

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Gestattungsvertrag für den Mountainbiketrail in Brekendorf ist unterschrieben. Sportler von der Beschaffenheit der Strecke begeistert.

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erstellt am 11.Okt.2017 | 06:09 Uhr

Brekendorf | Ob schwungvolle Abfahrt, knifflige Stufen oder erholsamer Wanderweg – die Brekendorfer Forsten bieten sowohl für Mountainbiker als auch Erholungssuchende die passenden Routen. Und das ist jetzt auch schriftlich fixiert. In dieser Woche haben das Amt Hüttener Berge und die schleswig-holsteinischen Landesforsten einen Gestattungsvertrag unterzeichnet. Dieser weist nun für Mountainbiker eine Strecke, in der Szene Trails genannt, von rund 14 Kilometern aus, die von den Sportlern benutzt werden darf. „Auf etwa neun Kilometern müssen die Biker auch mit Reitern oder Spaziergängern rechnen, rund fünf Kilometer Strecke wurden extra für sie ausgewiesen“, sagte Julia Paravicini, Abteilungsleiterin Finanzen und Liegenschaften bei den Landesforsten. Sie erinnerte an die rund zweijährigen Gespräche zwischen Amt, Naturparkverein, den Landesforsten und den Radsportvereinen. So handele es sich bei dem Gestattungsvertrag keineswegs um ein triviales Vertragswerk, sondern vielmehr um die „Quadratur des Kreises“. Mussten doch schließlich die Interessen aller, auch die der Waldbewirtschaftung und des Naturschutzes zusammengeführt werden. Auch Fragen der Haftung und der Verkehrssicherung mussten klar geregelt werden. Das brauchte Zeit. Über das Gestattungsentgelt, das das Amt zahlt, übernehmen die Landesforsten die Kontrolle der Strecke. Schäden oder gefährliche Stellen werden gemeldet und seitens des Amts behoben.

Zufrieden mit dem Ergebnis zeigte sich auch Amtsvorsteher Gero Neidlinger. „Es ist uns damit gelungen, auch das Binnenland attraktiver zu gestalten. Mit den Mountainbiketrails abseits der Küsten könne man schließlich auch werben. „Viele sind froh, dass es endlich losgeht“, weiß auch Jürgen Schlender von der Ascheffeler Firma Radsport Alutech. Er ist sicher, dass der Sport seine Anhänger in die Region zieht.

Vor allem Förster Rainer Mertens kann aufatmen. Er weiß von vielen eindringlichen Gesprächen mit Mountainbikern, die querfeldein unterwegs waren. Er appellierte an die Sportler, auch künftig Tabuzonen des Waldes zu achten und der Beschilderung, die in den nächsten Wochen kommen soll, zu folgen. Mountainbike-Fahrer sollten sich so verhalten, dass es mit Wanderern oder anderen Personen, die im Wald Erholung suchen, nicht zu Konflikten kommt. „Alles im Einklang mit der Natur und den anderen Waldbesuchern“, sagte er.

„Die Hüttener Berge sind eine Perle, gerade für Mountainbiker“, sagte Markus Lutz von Athletico Büdelsdorf. In drei Stunden könne man rund 1000 Höhenmeter überwinden, das sei schon einmalig in der Region. Mit zehn bis 20 Fahrern würden sie an den Wochenenden in den Hüttener Bergen ihrem rasanten Hobby nachgehen. „Es ist hügelig und windgeschützt“, ist auch Armin Quante von der Radsportgemeinschaft Eckernförde begeistert. Gerade in den Wintermonaten würden sie mit dem Mountainbike unterwegs sein, um sich fit zu machen für die Straßenrennen im Sommer.

„Der Trail ist ein weiteres Highlight in den Hüttener Bergen“, betonte Hans-Claus Schnack, Vorsitzender des Naturparkvereins Hüttener Berge.

Leidenschaftlicher Biker und immer bei den Planungen dabei gewesen ist auch Rainer Newe. Der Groß Wittenseer überreichte sowohl dem Naturparkverein als auch dem Amt 5000 Euro, damit die Strecke noch lange erhalten bleibt. 

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