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Eckernförder Zeitung

18. Oktober 2017 | 04:06 Uhr

80 Jahre Brandschutz : Auf gutem Stand

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Feuerwehr Bornstein wurde 1934 gegründet / Leistungsbewertung Roter Hahn Stufe 4 steht an

von
erstellt am 12.Feb.2014 | 14:10 Uhr

Das erste Mal in der 80 Jahre währenden Geschichte der Bornsteiner Feuerwehr gehört der Bürgermeister der Gemeinde zu den Aktiven. Claus Biehl ist einer von 21 Brandbekämpfern. Dazu kommen zwölf Ehrenmitglieder.

Die Feuerwehrtechnische Ausrüstung sei auf einem guten Stand, berichtete Helge Möller. In 2013 seien endlich die Modernisierungsarbeiten am Feuerwehrhaus umgesetzt worden. Rückenwind habe die Besichtigung des Feuerwehrhauses durch die Feuerwehrunfallkasse gegeben. 10 000 Euro hatte die Politik bereitgestellt.

Acht Einsätze verzeichnete die Wehr 2013. Der Sturm „Christian“ wurde als ein Einsatz gezählt. Darüber hinaus gab es für noch einen Einstz, der den Mitgliedern der Bornsteiner Wehr wohl noch alle lange in Erinnerung bleiben wird. Als erste Wehr am Einsatzort sahen sich die Bornsteiner einer Feuerfornt von circa 40 mal zehn Metern gegenüber. Es war das zweite Feuer in der Gemeinde Holtsee, das fast zeitgleich brannte. Mehrere Wehren aus drei Amtsbereichen waren im Einsatz. Wasser wurde aus Teichen zugeführt. Am Ende könne man aber nur eine positive Bilanz ziehen, denn trotz des Großbrandes seien weder Personen noch Tiere verletzt worden, alle Stallungen blieben unversehrt, der Betriebsablauf war weiterhin möglich, berichtete Möller. Sowohl dieser Einsatz, aber auch der Sturm „Christian“ hätten in beeindruckender Weise gezeigt, wie die Feuerwehren über Gemeinde- und Amtsgrenzen zusammen arbeiten.

Die Wehr stellte sich der Leistungsbewertung Roter Hahn: Es war die Stufe 3, die am 7.September mit einem sehr guten Ergebnis absolviert wurde. Fast einstimmig entschieden die Versammelten, sich in 2014 der Sufe 4 zu stellen.

Nach mehrjähriger Mitgliedschaft in der Gettorfer Jugendfeuerwehr wurde Kevin Nordahl als Feuerwehrmann in der Feuerwehr Bornstein aufgenommen. Geehrt wurde Hans Bromann, der seit 1954 in der Feuerwehr Bornstein ist. Dass es damals eine andere Feuerwehrzeit war, sieht man an den Lehrgängen. Truppman und Truppführerausbildung gab es nicht, Funker auch Fehlanzeige, aber wozu auch eine Funkerausbildung, wenn es keine Funkgeräte gab. Aber die Technisierung schritt voran und machte auch vor der Feuerwehr Bornstein nicht Halt. 1975 hat Bromann die Lehrgänge zum Maschinisten und Atemschutzträger besucht, damit war er einer der ersten, der in der in der Bornsteiner Wehr den Atemschutzträgerlehrgang absoviert hat.

Das Brandschutz-Ehrenzeichen in Silber am Bande erhielt Rolf Köhn für 25-jährige Dienstzeit in der Feuerwehr. „Du zeichnest dich nach wie vor durch sehr hohe Zuverlässigkeit aus, und das auch bei den Einsätzen neben der Feuerwehr. Egal welche Aufgaben man dir überträgt, man kann sich darauf verlassen, das du sie erledigst“, würdigte Möller den Jubilar. Thomas Hass wurde für 20 Jahre in der Feuerwehr geehrt.

Mit einem Rückblick des Ehrenbrandmeister Kurt Möller auf die Gründung der Feuerwehr Bornstein vor 80 Jahren klang der offizielle Teil aus.


Der Amtsvorsteher berief für den 4. Februar eine Versammlung ein, und viele Einwohner kamen. So kam es auch gleich am selben Tage zur Gründung einer Freiwilligen Feuerwehr. Es wurden auf Amtsebene drei sogenannte Halblöschzüge gebildet: Altenhof, Bornstein und Neudorf. Amtswehrführer wurde Gutsinspektor David aus Altenhof, Bornsteiner Wehrführer Peter Metschulat. In Bornstein gehörten sofort 20 Männer zu der Wehr. Zur Ausrüstung bekam jeder Pilotjacke, Stahlhelm und Koppel. Die schon erwähnte Handdruckspritze kam aus Rendsburg, sie hat lange Zeit ihren Dienst getan. Im gleichen Jahr wurde ein Spritzenhaus mit anschließendem Turm zum Trocknen der Schläuche gebaut. Neben den Männern der Freiwilligen Feuerwehr gab es in jener Zeit noch die der Pflichtfeuerwehr, zusammen etwa 60 Feuerwehrleute.


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