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Green Screen : Auf der Suche nach einem Vorsitzenden

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Der Green-Screen-Förderverein kann die Lücke nach dem Tod von Jochen Hillers nicht schnell schließen und will sich Zeit nehmen für die Suche nach einem 1. Vorsitzenden.

Es ist eine große Lücke, die der Tod von Jochen Hillers beim Internationalen Naturfilmfestival Green Screen hinterlassen hat. Bei der Mitgliederversammlung am Mittwochabend blieb sein Stuhl demonstrativ frei, in den ersten Minuten herrschte schwere Stimmung. Sein Elan, die investierte Zeit, sein Netzwerk und seine Visionen – die Vorstandsmitglieder des Fördervereins haben zu großen Respekt und oftmals nicht die nötige Zeit, um der Aufgabe des verstorbenen Vorsitzenden gerecht zu werden, auch nicht der 2. Vorsitzende Martin Krohn. „Wir sind uns einig, dass Jochen Hillers auch nicht so schnell ersetzt werden muss“, sagt Green-Screen-Geschäftsführer Markus Behrens. Deshalb hat der Vorstand bei der Mitgliederversammlung am Mittwochabend um Aufschub gebeten, um einen Nachfolger zu finden und ihn für die Aufgabe aufzubauen.

Die Kassenlage des Fördervereins ist dagegen gut: Mit einer schwarzen Null konnte der Verein seinen Haushalt abschließen. Immerhin 290 000 Euro hat das Festival in diesem Jahr gekostet. Die Summe wird durch die Eintrittsgelder, Spenden und einen städtischen Zuschuss (je 50 000 Euro), durch Einnahmen aus Mitgliedsbeiträgen, Sponsoring und Fördergeldern wieder eingespielt.

Die Besucherzahlen seit dem ersten Festival im Vergleich stellte Martin Krohn vor. Demnach zählte das erste Festival im Jahr 2007 noch 5800 Besucher inklusive Schulkindern und Zusatzveranstaltungen, im Jahr 2014 waren es rund 25 000 Besucher. Allein 2013 hat es einen kleinen Einbruch gegeben, ansonsten stieg die Besucherzahl permanent. In diesem Jahr lag die Besucherzahl bei den Zusatzveranstaltungen bei 7300. Größten Anteil hatte dabei die sh:z-Tournee mit rund 3000 Besuchern.

In der internationalen Kooperation sei man mit der Naturfilm-Vorführung im dänischen Sonderburg einen Schritt weiter gekommen, erklärte Markus Behrens. Diese Kooperation soll im kommenden Jahr weiter ausgebaut werden. Und auch die erstmals veranstaltete Schulkinowoche, bei der 2400 Schulkinder in fünf Städten Schleswig-Holsteins Naturfilme in Kinosälen sahen und anschließend Experten Fragen stellen konnten, soll im kommenden Jahr wiederholt werden. Jugendfilmcamp, Bonbon- und Strandkino – auch sie sollen weitergeführt werden.

Mit dem neuen Filmpreis „Wildes Schleswig-Holstein“ und einem gleichnamigen Jugendfilmpreis beteiligt sich 2015 erstmals auch das Umweltministerium des Landes
an dem Festival. Auf den mit 5000 Euro dotierten Filmpreis könne man aufbauen, sagt Green Screen-Geschäftsführer Behrens. Vorgestellt hatten sich die Festivalmacher allerdings eine höhere und dauerhafte Beteiligung an den Festivalkosten.

 

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erstellt am 28.Nov.2014 | 06:50 Uhr

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