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Ausbildungsmesse : Auf der Suche nach dem richtigen Beruf

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Rund 800 Besucher haben sich bei der Ausbildungsmesse des Wirtschaftskreises Eckernförde informiert. 53 Betriebe und Institutionen stellten sich und ihre Ausbildungsmöglichkeiten im Schulzentrum vor.

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erstellt am 09.Sep.2013 | 16:47 Uhr

Die Wahl des richtigen Berufs ist für viele Schulabgänger eine schwere Entscheidung. Wo werden Praktikumsplätze angeboten? Welche Möglichkeiten gibt es? Wie lange dauert die Ausbildung? Wann muss ich mich bewerben? Diese und viele weitere Fragen wurden jetzt auf der dritten Ausbildungsmesse im Schulzentrum Süd beantwortet. 53 Betriebe und Institutionen informierten Schüler und Eltern an ihren Ständen in der Peter-Ustinov-Schule.

„Leider sind, wie auch in den Jahren zuvor, wieder sehr wenig Oberstufenschüler da gewesen. Ich weiß nicht, wie wir die Kuh vom Eis kriegen“, ist der Vorsitzende des Wirtschaftskreises Wilfried Wagner zwar etwas ratlos, zieht aber dennoch eine positive Bilanz. „Ich schätze, dass 800 Besucher da waren. Das ist eine gute Zahl.“ Eckernfördes Bürgermeister Jörg Sibbel begrüßt die Messe: „Es ist ganz wichtig, dass ein Forum geschaffen wird, wo sich die Schüler informieren können. Mindestens genauso wichtig ist es aber, dass die Betriebe die Möglichkeit haben, für sich und ihren Beruf zu werben.“

Mit praktischen Demonstrationen oder interessanten Ständen hatten sich einige viel Mühe gegeben. Die Nord-Ostsee Automobile zum Beispiel lockten mit kleinen Rätselaufgaben. Es galt verschiedene Werkzeuge wie Zollknarre, Wasserpumpenzange oder Seitenschneider der richtigen Bezeichnung zuzuordnen oder das Bild eines Motorraumes zusammen zu puzzeln. „So weckt man das Interesse besser und kommt ins Gespräch“, erklärt der Ausbildungsleiter für die kaufmännischen Berufe Marco Kratz. Finn Petersen hatte Spaß dabei, die verschiedenen Fahrzeuge ihrem Hersteller zuzuordnen. Der 15-Jährige macht im November sein zweites Praktikum in der Lagerlogistik und könnte sich vorstellen, einen Beruf in der Richtung zu lernen. „Ich mache im nächsten Jahr meinen Hauptschulabschluss und überlege, ob ich erst noch weiter zur Schule gehe.“

Für Alena Wienhold steht noch nicht fest, welcher Beruf am besten passt. „Ich möchte kreativ sein und richtig arbeiten“, weiß die 14-Jährige, die zunächst ihr Abitur machen möchte. Unterstützt von ihren Eltern marschierte sie mit Notizblock und Kugelschreiber zielstrebig über die Messe. „Wir dachten, wir könnten helfen, falls sie Hemmungen hat, jemanden anzusprechen, aber das brauchen wir gar nicht“, ist Doreen Wienhold positiv überrascht.

Tierarzthelfer/-in, Reiseverkehrskaufmann/-frau oder Zahntechniker/-in – dass man diese Berufe auch bei der Bundeswehr lernen kann, ist vielen nicht bekannt, erzählt Bundeswehr-Karriereberater Nico Bruhns: „Wir bieten 50 Ausbildungs- und 25 Studiengänge an. Jeder fängt mit der dreimonatigen Grundausbildung an. Dann geht es weiter mit den zivilen oder militärischen Lehrgängen.“ Die Beschulung würde in den Ausbildungswerkstätten der Streitkräfte stattfinden, die Gesellenprüfung dann bei der Industrie- und Handels- oder Handwerkskammer. Der Vorteil sei, dass man als Soldat und nicht als Auszubildender bezahlt werden würde. „Das sind 1600 Euro netto aufwärts“, sagt Bruhns. Hierfür müsste man bereit sein bei einer Gesellenlaufbahn mindestens neun Jahre und bei einer Meisterlaufbahn sowie einem Studium mindestens 13 Jahre die Uniform anzuziehen. Im zivilen Bereich der Bundeswehr werden bundesweit 16 Ausbildungsberufe und neun Beamtenlaufbahnen angeboten.

Schüler Nils Casper (18) informierte sich gezielt und hat bereits genaue Vorstellungen: „Ich habe schon ein Praktikum bei der Marine gemacht, möchte aber lieber Offiziersanwärter beim Heer werden oder zur Polizei. Das Gespräch am Stand der Bundeswehr war sehr hilfreich. Ich werde mir einen Termin bei der Karriereberatung holen.“


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