Tour des Lebens mit dem Mokick : Auf der Rücktour vom Nordkap: Zwischenstopp in Sodankylär

Nach den Strapazen der vergangenen Tage erholen sich Rüdiger Hein (li.) und Sven Wichmann bei einem Bekannten in Sodankylär mit einer Sauna und einem Bad im Bottich.
Nach den Strapazen der vergangenen Tage erholen sich Rüdiger Hein (li.) und Sven Wichmann bei einem Bekannten in Sodankylär mit einer Sauna und einem Bad im Bottich.

Auf der Rücktour machten die Freunde aus Revensdorf Station bei einem Bekannten.

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26. Juli 2019, 14:54 Uhr

Tüttendorf | Die Freunde Rüdiger Hein (53) und Sven Wichmann sind auf der Tour ihres Lebens. Mit ihren Mokicks sind sie zum Nordkap gefahren und befinden sich jetzt auf der Rücktour. Für die EZ berichtet Hein über die Erlebnisse des Duos.

Tag 17: Es wurde gestern nicht wärmer, und es hat die halbe Nacht geregnet. So sind wir wieder auf die E6, bei einer einigermaßen erträglichen Temperatur. Auf der E6 ging sie dann los, die Langeweile. Die Straße zog sich wie Kaugummi. Links und rechts nur Wald, vor und hinter einem, die nicht endende Straße. Im Rückspiegel sah man ziemlich lange den Schnee auf den Bergen, wo wir vor zwei Tagen noch waren. Aber irgendwann hat das Grün der Wälder die Berge verschluckt. Die erste Abwechslung waren zwei Rentiere, die die Straße überquerten. Wir haben aber mittlerweile so viele von den wirklich schönen Tieren gesehen, dass man sie genauso wahrnimmt, wie bei uns die Kühe auf dem Acker. Eine Freude haben wir einem Finnen bereitet. Er hat uns bei einer Zehn-Prozent-Steigung mit seinem Roller überholt. Als er als erster oben war, riss er den Arm zur Siegerpose in die Höhe, als hätte er gerade Rocky Balboa beim Boxen besiegt.

Tag 18 und 19: Unser Ziel war Timo mit seiner Familie in Sodankylär. Timo ist ein guter Bekannter von Sven. Die Tour war nicht ganz so langweilig. Die Natur bot uns nicht nur Wälder. Sogar ein wenig Landwirtschaft wurde hier betrieben. Die Felder mit Gras waren frisch gemäht. Ich liebe diesen Geruch. Weiter ging es an einem kleinem Wald mit winzigen Bäumen. Sie sahen aus wie Bonsais, nur dass sie nicht 25 Zentimeter, sondern etwa zwei Meter hoch waren. Ein toller Anblick. Wir waren noch in einer Goldmine. Ok, wenn wir vom Goldschürfen leben sollten, würden Sven und ich verhungern. Aber immerhin hatten wir ein Erfolgserlebnis. In Sodankylär waren wir noch kurz einkaufen.

Nun waren es noch etwa fünf Kilometer zu Timo. Er wohnt mit seiner Familie an einem Fluss, mitten im Wald. Wir wurden herzlichst begrüßt und tranken erst einmal eine kleine Niedlichkeit aus Schottland...

Nach einem Rundgang durch Haupt- und Nebenhaus, Garage und Schuppen ließen wir uns nieder und machten uns fertig für die Sauna, die schon auf uns wartete. Es war einfach herrlich danach – im Bottich mit heißem Wasser und einem kühlen Getränk. So verbrachten wir die nächsten Stunden. Danach wurde gegrillt und wir haben den Abend gemütlich ausklingen lassen.    Fortsetzung folgt...

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