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Eckernförde-Radtour : Auf den Spuren der Eiszeit

vom

Die knapp 50 Kilometer lange Eiszeittour startet und endet in Eckernförde. An der Wegestrecke liegen uralte Gewässer, Tümpel und Teile der Hüttener Berge.

shz.de von
erstellt am 02.Mai.2013 | 06:48 Uhr

Hüttener Berge/Eckernförde | Eis und Gletscher, Schmelzwasser und Meeresbrandung sind die gestaltenden Elemente, die Schleswig-Holstein geformt haben. Die Hüttener Berge sind als so genannte Stauchendmoränen imposante Relikte dieser jüngsten Eiszeit. Die Spuren der Eiszeit, die die aus Skandinavien vordringende Gletscher im Hinterland von Eckernförde hinterlassen haben, sind auf dieser knapp 50 Kilometer langen Radtour zu sehen.
Der bis zu 20 Meter tiefe Wittensee wurde vor rund 20.000 Jahren von einer mächtigen Gletscherzunge ausgeschürft. Hier können Sie gleich an drei Badestellen eine kleine Pause einlegen. Die Strecke führt überwiegend durch den Naturpark Hüttener Berge, der mit leichten Hügeln und tiefblauen Seen punkten kann.

Am Wittensee entlang


Die Tour beginnt im Ostseebad Eckernförde. Von dort geht es in Richtung Süden über Haby in Richtung Wittensee. Der Radweg wird entlang der Kreisstraße geführt. Man passiert das Gut Marienthal, das zur Gemeinde Goosefeld gehört. Rund zehn Kilometer nach dem Start in Eckernförde erreichen wir die kleine Gemeinde Haby. Im Krog, der selbst viele Ausflügler aus größerer Entfernung anzieht, würde sich schon die erste Gelegenheit für eine kurze Verschnaufpause bieten.
Wenige hundert Meter weiter führt eine Asphaltstraße entlang des Wittensees durch ein Wochenendhausgebiet im Schlaukweg. Durch die Grundstücke am See kann man immer wieder mal einen Blick auf den Wittensee erhaschen und auf der anderen Seite schaut man über Wiesen und Weiden hinüber zum Habyer Wald.

Mühlen, alte Bäume und Tümpel am Weg


In Groß Wittensee lohnt sich ein Zwischenstopp an der historischen Windmühle "Auguste", mit der noch Korn gemahlen werden kann. Natürlich kann man ebenso am See eine Badepause einlegen (Badestelle Seegartengelände oder Habyer Straße). Die Tour führt weiter durch idyllische Dörfer mit reetgedeckten Häusern, entlang von endlosen Feldern und grünen Wiesen.
Von hier aus geht es ein kleines Stückchen am Bistensee entlang und weiter nach Damendorf. Auf dem Weg dahin passiert man ein idyllisches Kleinod der Hüttener Berge, den Fresensee, der 1979 als Kiesgrube entstanden ist. Zwischen Groß Wittensee und Damendorf liegt der Moorwald und das Seemoor. Hier lässt es sich verweilen. Der Pfad führt vorbei an knorrigen Eichen und Tümpeln.
Die Eiszeit-Tour führt vorbei durch Osterby und Kochendorf zum Windebyer Noor. Das Noor war einst unmittelbar mit der Ostsee verbunden. Eine Brücke mit einem Durchlass für Schiffe diente als einzige Verbindung zum anderen Ufer. Als die Brücke baufällig wurde, wurde 1857 ein fester Verbindungsdamm gebaut. Der Weg am Noor mit seinem alten Baumbestand und dem Blick auf die glitzernde Wasserfläche ist zu jeder Jahreszeit ein Genuss.
Nach dem Verlassen des Noorwanderweges erreicht man wieder die Stadt Eckernförde. Noch schnell über den Mühlenberg und schon ist man wieder am Eckernförder Bahnhof.

27 Touren durch den Naturpark
Der Naturpark Hüttener Berge ist ein Paradies für Wanderer und Radfahrer. Im Sommer werden im Rahmen des sogenannten Besucher-Informations-System (BIS) 27 Routen – 20 Wander-, 6 Rad- und eine Skateroute) – ausgeschildert. Zur besseren Orientierung werden rund 800 Schilder entlang der Strecken installiert. So können die Wege auch ohne Kartenmaterial abgefahren werden.

Auf allen Schildern wird das neue Maskottchen des Naturparks, die Haselmaus Hütti abgebildet sein (siehe nebenstehenden Text).
Die gedruckte Broschüre ist dann auch in der Touristinformationen Redderhus und den Touristinfos Eckernförde an der Strandpromenade und in der Kieler Straße erhältlich. Im Internet können die Tourenvorschläge schon jetzt heruntergeladen werden.

Die hier beschriebenen und als Rundwege konzipierten Radrouten sind sowohl für Genussradler als auch für sportliche Radfahrer geeignet. Die Radrouten haben Streckenlängen zwischen 14 und 40 Kilometern.
Außerdem werden auf zahlreichen Parkflächen der Region Infotafeln mit Hinweisen zu den Sehenswürdigkeiten sowie Rastmöglichkeiten und Badestellen errichtet werden. Auch hier sollen die neuen Wegweiser mit den 27 Touren zum Mitnehmen ausliegen.

Alle Touren finden sich auf auf der Homepage www.redderhus.de. Über einen Code in der Broschüre, der mit einem Smartphone gescannt werden kann, erhält man auch die einzelnen Routen als pdf-Datei aufs Handy zum Mitnehmen. Zusätzlich zu den Routen des BIS der Hüttener Berge wurden auch 15 kreisweite Radrouten entwickelt, um Natur und Kultur zu entdecken. Die beschilderten Radwege führen durch Naturparke, an die Ostsee, entlang des Nord-Ostsee-Kanals, zu den Städten Eckernförde und Rendsburg sowie zu den vielen Badestellen der Region.

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