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Radverkehrskonzept : Auf dem Weg zu einer Radfahrer-Stadt

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Eckernförde erarbeitet ein neues Radverkehrskonzept. Ziel ist es, neue sicherere und attraktivere Radwege zu bauen. Die Bürger sollen sich beteiligen.

Eckernförde | Radfahren soll in Eckernförde noch attraktiver und sicherer werden. Daher erarbeitet die Stadt ein neues Radverkehrskonzept. Gestern stellte Planungsingenieur Arne Rohkohl vom Neumünsteraner Wasser- und Verkehrs-Kontor, Ingenieurwissen für das Bauwesen (WVK) im von erstmals von Matthias Huber (Bürger-Forum) geleiteten Bauausschusses den aktuellen Stand vor, der Bauausschuss beschloss anschließend einstimmig die öffentliche Auslegung des Konzepts, dass vier Wochen auf der Homepage der Stadt in digitaler Form nachzulesen ist.

Insgesamt werden in der Ausarbeitung 28 Einzelmaßnahmen aufgeführt. Würde man diese alle umsetzen, kämen Kosten in Höhe von grob geschätzt 3,6 Millionen Euro zu. Planer Rohkohl betonte allerdings, dass viele der angedachten Vorhaben im Zuge von Straßenausbaumaßnahmen mit erledigt werden könnten und der Kostenblock Radwege dadurch deutlich geringer ausfallen würde. Eine Arbeitsgruppe hat sich in fünf Sitzungen mit Detailfragen zum Radverkehrskonzept befasst. Rohkohl stellte beispielhaft vier konkrete Maßnahmen auf viel befahrenen Straßen vor:

>Reeperbahn: Dort wird ein beidseitiger, zwei Meter breiter Radfahrstreifen vorgeschlagen;

>Rendsburger Straße: beidseitiger Radfahrstreifen mit zwei Metern Breite;

>Bereich Mühlenberg/Gaehtjestraße: Einrichtung von Schutzstreifen am Mühlenberg, hafenseitiger Radweg Gaehtjestraße, Benutzungspflicht Radweg Noorstraße;

>Vogelsang / Siegfried-Werft: Ausbau des Bereichs Siegfried-Werft als Kreuzungspunkt mehrerer Wege als verkehrsberuhigte Mischfläche mit Option einer Tempo 20-Regelung. Eine solche Regelung sei auf dem Vogelsang „punktuell möglich“, sagte der städtische Verkehrsplaner Axel Sperber, der gesamte Vogelsang könne jedoch nicht in eine Tempo 30-Zone umgewandelt werden.

An der Erarbeitung des Radverkehrskonzepts können sich alle interessierten Bürger beteiligen. So wurde vor der Sitzung auf einem Ortstermin die Situation der steilen Rad- und Gehwege am Verbindungsweg Pferdemarkt - Schleswiger Straße begutachtet. Beide Abschnitte wären nur mit einem enormen Aufwand barrierefrei auszubauen. Am Pferdemarkt wäre für eine stufenlose Entschärfung der sechsprozentigen Steigung beispielsweise eine 168 Meter lange Rampe nötig, wobei an den Zugängen zu den Grundstücken Höhenunterschiede von 2,70 bis 2,90 Meter entstehen würden. Für den Bauausschuss indiskutabel. Da es keine gesetzliche Pflicht sei, „werden wir den Weg nicht anfassen“, sagte Sperber. Etwas weniger aufwändig und mit hohem finanziellen Aufwand theoretisch machbar wäre eine leichte Neigungsentschärfung am Fußweg Schleswiger Straße.

Größeren Anklang fand hingegen eine mögliche Fuß- und Radwegverbindung vom Pferdemarkt bis zum Schulweg entlang eines in Stadtbesitz befindlichen Streifens am Bahndamm. Diese Variante ist im Radverkehrskonzept enthalten.

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erstellt am 31.Jan.2014 | 06:35 Uhr

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