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Windkraft : Auch Nabu-Schwansen fordert Baustopp für Looser Windpark

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Nabu kritisiert Bau der Windkraftanlagen während der Brut- und Setzzeit. UNB bestätigt Baustopp und wartet Gutachten zur Brutsituation ab.

loose | Der Nabu Ortsverband Kappeln-Nordschwansen befürwortet einen sofortigen Baustopp im Windpark Loose. In einer Mitteilung erklärt der Verein, dass er durch den Bau eine massive Störung des Brutgeschäftes und Tötungsrisiko verschiedener Vogelarten befürchte. Der Nabu hatte Anfang der Woche mit dem Verein Seeadlerschutz Schlei die Untere Naturschutzbehörde (UNB) des Kreises über die Vorbereitungen zum vermuteten Antransport von Teilen für die vier Windkraftanlagen in dem Windpark informiert (wir berichteten). Zugleich hatten sie von ihren Vogelbeobachtungen in dem Bereich berichtet. Der Verein erwarte, dass die eingeschalteten Behörden die Beobachtungen ernst nähmen und das Gebiet von Fachleuten in Augenschein nehmen lassen würden, heißt es in der Mitteilung des Vorsitzenden des Nabu-Ortsvereins, Karl-Christoph Jensen. Parallel dazu teilte Frank Dreves, Vorsitzender des Vereins Seeadlerschutz mit, dass er sich erneut an die UNB gewendet habe, um auf die Bedrohung der brütenden Vögel hinzuweisen.

An der Situation habe sich nichts geändert, erklärte Martin Schmedtje, Pressesprecher der Kreisverwaltung und der angehörenden UNB auf EZ-Nachfrage. Nach wie vor gelte ein Baustopp, den die Behörde verfügte (wir berichteten). Danach sei es dem Vorhabenträger nur gestattet, Bauteile an einen zentralen Lagerplatz anzuliefern, die bereits verladen und auf den Weg nach Loose waren, wie Schmedtje mitteilte. Die UNB habe ein Gutachten angefordert, das Auskunft gebe über die derzeitige Brutsituation in dem geplanten Windpark. Liege es vor, werde die UNB die Eingabe prüfen und sich gegebenenfalls vor Ort selber ein Bild machen, sagte der Pressesprecher weiter. Erst danach würde über einen Bestand des Baustopps, über eine mögliche Ausnahme oder Ausnahme mit Auflagen und Einschränkungen entschieden. Wie bereits berichtet, prüft das Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein (LLUR) ein Ordnungswidrigkeitsverfahren.

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erstellt am 23.Jun.2016 | 06:39 Uhr

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