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Attraktion in Damp: Gemeinde will mobile Eislaufbahn

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Tourismusausschuss empfiehlt Anmietung einer Eislaufbahn im Winter

Damp | Im Sitzungszimmer der Amtsaußenstelle in Vogelsang gab es zur Sitzung des Tourismusausschusses ein ungewohntes Bild. Gut zehn Jugendliche blickten erwartungsvoll auf die Mitglieder des Ausschusses unter Leitung von Uwe Wichert (ABD). Grund war ein Antrag, der bei Bürgermeister Horst Böttcher (SPD) eingegangen war. Die Jugendlichen baten um den Erhalt eines aus Naturmaterialien, selbstgebauten Unterstandes, der sich im Waldstück zwischen Sportplatz und L 26 befindet. Der Unterstand bietet den Jugendlichen einen kleinen Rückzugsraum bei schlechtem Wetter. Mit den Auflagen, dort nicht zu rauchen, keinen Alkohol und Drogen zu konsumieren und bei der Baumpflege zu helfen, empfahl der Ausschuss zur Freude der Jugendlichen die Nutzung.

So einfach ging die Beratung aber nicht weiter. Wenn es um Ausgaben geht, dann wird im Tourismusausschuss genau geschaut. Auf der Tagesordnung standen zwei wichtige Anliegen.

Im Mittelpunkt der Beratung stand eine Machbarkeitsstudie der Firma „faszinatour“ für einen Kletterpark. Diese war für die einen ein schlüssiges Konzept, während es bei anderen Ausschussmitgliedern erhöhten Aufklärungsbedarf vor allem hinsichtlich der Kosten und eines Betreibers gab.

Bürgermeister Böttcher stand Rede und Antwort und wies deutlich darauf hin, dass er lediglich das Einverständnis der Ausschussmitglieder benötige, um dann weitere Schritte, wie Gespräche mit möglichen Betreibern oder über Zuschüsse zu führen. Eine ausreichende Deckung der Investitionskosten und einen Betreiber, der das Projekt verantwortlich mittrage, standen für Peter Tramm (CDU) im Vordergrund. Böttcher erläuterte die Investitionskosten, die nahezu komplett aus Erlösen der Übernachtungssteuer der Gemeinde gedeckt werden. Sie wird seit 1.1. 2017 erhoben. „Wir müssen als Gemeinde keinen Gewinn machen und können das Geld gezielt einsetzen. Wir haben eine touristische Aufgabe, auch für die Naherholung.“ Daher reiche es aus, dass der laufende Betrieb der Anlage durch Einnahmen gedeckt werde, stellte er fest. Die CDU kritisierte, wie bei vorhergehenden Sitzung bereits, dass nicht Einnahmen für Investitionen verplant werden könnten, die erst zu Beginn 2018, nach der Abrechnung der Übernachtungssteuer, zur Verfügung stehen würden.

Ausschussvorsitzender Wichert erläuterte das Vorhaben noch einmal und führte die Zerreißprobe über das Für und Wider zu einer sachlichen Entscheidung. Mit vier Ja-Stimmen, zwei-Neinstimmen und einer Einhaltung erhielt Böttcher die Zustimmung zur weiteren Vorbereitung des Projektes.

Das zweite Projekt, das auch aus den Erlösen der Übernachtungssteuer finanziert werden soll, ist die Anmietung einer mobilen Eislaufbahn. Auch hier wurde intensiv diskutiert. Am Ende stimmten die Ausschussmitglieder mit vier Stimmen für die Anmietung in der Zeit vom dritten Advent 2017 bis zum 28. Januar 2018. Es gab zwei Nein-Stimmen und eine Enthaltung. Bürgermeister Horst Böttcher ist nun beauftragt, entsprechende Verträge auszuhandeln. Parallel dazu wird nach geeigneten Standorten für die Anlage gesucht. Über die Eintrittsgelder werden die laufenden Stromkosten getragen, sagte Böttcher.

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