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320 Raketen : „Atrox“ ist Silvester einen Tag voraus

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Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die Mitglieder des Eckernförder Motorradclubs feiern den Jahreswechsel traditionell schon einen Tag vor Silvester. Am Mittwochabend gingen in der Gaehtjestraße 320 Raketen in zweieinhalb Minuten in die Luft.

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erstellt am 01.Jan.2016 | 19:42 Uhr

Eckernförde | Es ist das größte private Feuerwerk zum Jahreswechsel – und wird von Jahr zu Jahr größer: Seit mehr als zehn Jahren feiert der Motorradclub „Atrox“ aus Eckernförde schon am Abend des 30. Dezember den Jahresausklang und zündet dazu stets das wohl größte private Feuerwerk der Stadt ab. Dazu treffen sich die Mitglieder mit befreundeten Motorradclubs am Abend im Utgard in der Gaehtjestraße – so auch an diesem Jahreswechsel.

„Viele haben Familie und wollen Silvester mit ihren Frauen und Kindern verbringen“, erklärt Atrox-Chef Oliver Folge. „Wir haben es nie geschafft, gemeinsam Silvester zu feiern.“ Da kam die Idee auf, das neue Jahr einfach schon am Tag vorher zu begrüßen. Und dazu gehört eben auch auch ein Feuerwerk, allerdings erst um 0.01 Uhr am 31. Dezember. Ab diesem Zeitpunkt ist das Zünden von Raketen und Böllern erlaubt.

Weil aber immer mehr Gäste und Zuschauer kamen, wurde es irgendwann zu viel, erklärt Utgard-Wirt Matthias „Hubi“ Huber. „Es gab gar nicht genug leere Flaschen für alle, die Raketen abschießen wollten.“ Also kam die Idee auf, ein zentrales großes Feuerwerk zu zünden. Jeder zahlt seither einen Beitrag, von dem die Raketen und Feuerwerksbatterien gekauft werden. Mit dabei ist in jedem Jahr der Auto-Club „Kaputtte Jungs“. Und von Jahr zu Jahr werden es mehr.

Um das Feuerwerk zu bündeln, haben die Atrox-Biker eine Abschussrampe aus Holz gebaut, in die rund 320 Raketen passen. Sie alle sind mit einer gemeinsamen Zündschnur verbunden, so dass die Raketen im Halb-Sekunden-Takt aufsteigen. Und auch die Feuerwerksbatterien sind mit einer Lunte in Reihe geschaltet.

Die etwas andere Vor-Silvesterfeier hat sich mittlerweile herumgesprochen, und so versammelten sich viele Schaulustige kurz vor Mitternacht rund ums Utgard, um das Spektakel auf der gegenüberliegenden Straßenseite nicht zu verpassen. Zweieinhalb Minuten dauerte das Feuerwerk, bei dem 320 Raketen und ein Dutzend Batterien gezündet wurden. Und viele wünschten sich bereits am frühen Silvestermorgen ein frohes neues Jahr.

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