zur Navigation springen

Kreisfeuerwehrverband : Atempause für Feuerwehren im Kreis

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Zahl der Brände sinkt auf 848 – und erreicht damit das Niveau von 2012 / Kreiswehrführer Mathias Schütte wird vom Technischen Hilfswerk geehrt

Der Aufwärtstrend ist durchbrochen: 2015 ist die Zahl der Brände im Kreis Rendsburg-Eckernförde erstmals spürbar zurückgegangen. Rund sieben Jahre lang hatte es zuvor immer mehr oder höchstens einmal geringfügig weniger Feuer gegeben als im jeweiligen Jahr zuvor. Das wurde jetzt bei der Jahresversammlung des Kreisfeuerwehrverbandes bekannt. Bei der Zusammenkunft im Hohen Arsenal in Rendsburg wurde zudem das Führungsduo wiedergewählt. Kreiswehrführer Mathias Schütte (49) aus Eckernförde und sein Stellvertreter Fritz Kruse (59) aus Haßmoor treten damit ihre zweite sechsjährige Amtszeit an.

2015 sind die Wehren im Kreis 848 Mal zu Bränden gerufen worden. Damit lag die Zahl auf dem Niveau des Jahres 2012. Zum Vergleich: 2014 waren es noch mehr als 1000 Löscheinsätze, vor zehn Jahren aber nur in etwa die Hälfte davon. Auch die Gesamtzahl der Einsätze, zu denen unter anderem technische Hilfeleistungen und Fehlalarme gezählt werden, ist leicht um 23 auf 3513 zurückgegangen.

Aber auch beim Personal vermeldet der Kreisfeuerwehrverband Rückgänge: „Bei den aktiven Kameraden haben wir die Mitgliederstärke leider nicht ganz halten können“, berichtete Mathias Schütte. Insgesamt sind 6837 aktive Kameraden in der Feuerwehr. Das sind 37 weniger als 2014. Auch beim Nachwuchs ging die Zahl leicht auf 1033 zurück, im Vorjahr waren es noch 1078. Das zeige laut Schütte, dass die Wehren vor Ort weiterhin versuchen müssen, Mitglieder zu werben.

Zur Mitgliederversammlung waren 327 der 385 Delegierten aus den 185 Feuerwehren des Kreises Rendsburg-Eckernförde gekommen. Bei den geheimen Wahlen stimmten 248 für Kreiswehrführer Mathias Schütte. Sein Stellvertreter Fritz Kruse erhielt 315 Stimmen. Beide hatten keinen Gegenkandidaten.

Als Hauptaufgabe sieht Schütte die Einführung des Digitalfunks. Die Ausbildung an den neuen Geräten und deren Einbau in die Fahrzeuge werde von Mitte dieses Jahres bis 2017 im Mittelpunkt stehen. Zudem werde man sich weiter mit der Verbesserung der Katastrophenschutzarbeit beschäftigen. Und aufgrund des Unfalls der Schwebefähre werde der Kreisfeuerwehrverband sich in Zukunft auch um die Hilfeleistung auf dem Nord-Ostsee-Kanal kümmern, für die federführend das Havariekommando des Bundes zuständig sei, fügte Kruse hinzu.

Eine besondere Überraschung hatte das Technische Hilfswerk für Schütte parat. Der Landesbeauftragte Dierk Hansen verlieh dem Kreisbrandmeister das THW-Ehrenzeichen in Silber. Mathias Schütte habe schon als Wehrführer in Eckernförde betont, dass eine Zusammenarbeit mit dem THW und anderen Hilfsorganisationen einen hohen Stellenwert habe. Er habe gemeinsam mit seinem damaligen Stellvertreter, Meint Behrmann, den Grundstein für die Kooperation gelegt, betonte Hansen. Auch später auf Kreisebene warb Schütte stets für die Zusammenarbeit von Feuerwehr und THW. Er setzte dafür gemeinsame Übungen der Organisationen an.

Mathias Schütte bedankte sich und fügte hinzu, dass er zwar persönlich ausgezeichnet wurde, diese Ehre aber eine Auszeichnung für alle Feuerwehren im Kreis Rendsburg-Eckernförde darstelle. Gerade in heutigen Zeiten des demografischen Wandels und der Personalknappheit sollte unbedingt die Zusammenarbeit zwischen seinen Wehren und den THW-Ortsverbänden Rendsburg und Eckernförde sowie darüber hinaus intensiviert werden.

Auch Landrat Dr. Rolf-Oliver Schwemer wies darauf hin, dass sich der demographische Wandel auch auf die Feuerwehren auswirke. Für diese sei es eine Herausforderung, die Einsatzfähigkeit sicher zu stellen. „Vielleicht kann die Flüchtlingssituation helfen, neue Mitglieder zu gewinnen“, meinte Schwemer. Er machte deutlich, dass die Feuerwehren zur Integration von Flüchtlingen beitragen könnten. „Aber das ist ein weiter Weg“, stellte der Landrat fest. Erfreulich sei, dass die Zahl der Jugendfeuerwehren nach der Neugründung in Revensdorf auf 40 angestiegen ist. „Jeder Jugendliche ist ein Gewinn für die Feuerwehr“, betonte Schwemer.

Als Beisitzer für das Gebiet Amt Nortorfer Land / Amt Jevenstedt wurde der Hauptbrandmeister Tomas Schröder aus Nortorf in den Vorstand gewählt. Oberbrandmeister Uwe Wichert wurde für das Amt Schlei-Ostsee als Beisitzer gewählt.

Der Kreisjugendfeuerwehrwart Thorsten Weber aus Osterrönfeld erhielt das Schleswig-Holsteinische Feuerwehr-Ehrenkreuz in Silber für sein langjähriges Engagement. „Silber“ gab es auch für Dieter Krusche aus Hohenwestedt, der sich um die Brandschutzerziehung in Kindertagesseinrichtungen verdient gemacht hat. In diesem Bereich waren auch Heinrich Kühl aus Wasbek und Carsten Wienhold aus Wattenbek engagiert. Die beiden Feuerwehrmänner wurden mit dem Deutschen Feuerwehr-Ehrenkreuz in Bronze ausgezeichnet.

 

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert