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Eckernförder Zeitung

22. Oktober 2017 | 16:02 Uhr

Ascheffeler Sterbegilde mit neuem Konzept

vom

shz.de von
erstellt am 29.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Ascheffel | Christine Schmidt und Alfred Reimann sind das neue Königspaar der Ascheffeler Sterbegilde. Sie sind das erste Königspaar des neuen Konzepts der Gilde: Erstmals haben Frauen und Männer geknobelt und am Glücksrad gedreht. "Ältere Menschen können nicht mehr schießen", hat Älterfrau Britta Möller festgestellt. Nun seien die Chancen für alle gleich. Und noch etwas ist neu: ein gemeinsames Abendessen sowie Kaffeetrinken. Das Konzept scheint aufzugehen: Nachdem die Beteiligung an dem Fest in den vergangenen Jahren nur gering gewesen sei, seien dieses Mal über 70 Menschen gekommen. "Ich finde das in Ordnung", bilanzierte Britta Möller zufrieden.

Alfred Reimann gefiel das Konzept: Seit rund 40 Jahren ist der Landwirt Mitglied in der Gilde, noch nie wurde er König. "Schießen liegt mir nicht", sagte der 63-Jährige. Mit den neuen Regeln klappte es.

Auch Christine Schmidt hat zum ersten Mal die Königinnenwürde verliehen bekommen. Allerdings hatte sie vorher auch gar keine Gelegenheit, Königin zu werden: Sie ist erst in diesem Jahr in die Gilde eingetreten. Sie wohnt in Schoothorst, also in einem Außenbereich von Ascheffel. Bei der Gilde könne sie sich mit anderen Dorfbewohnern austauschen, erklärte sie, warum sie in die Sterbegilde eingetreten ist. Die neue Regelung sieht die 48 Jahre alte Hauswirtschafterin positiv: "So hat jeder die gleichen Chancen."

Ob das Konzept beibehalten wird, steht noch nicht fest: Auf der nächsten Hauptversammlung der Gilde soll darüber entschieden werden, kündigte Älterfrau Britta Möller an.

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