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Sauberes Schleswig-Holstein : Ascheffeler putzen ihr Dorf heraus

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

30 Helfer packen bei jährlicher Müllsammelaktion mit an / Bürgermeister erfreut über hohe Beteiligung

In zahlreichen Gemeinden wird in diesen Wochen Müll gesammelt – am Sonnabend trafen sich 30 Helfer in Ascheffel, um achtlos weggeworfene Gegenstände einzusammeln. „Ich freue mich, dass wir trotz der Ferien so eine gute Beteiligung haben“, sagte Bürgermeister Günther Petersen.

In anderen Gemeinden habe das Müllsammeln bereits früher stattgefunden, doch wegen des großen Radrennens vor zwei Wochen liege der Termin nun in den Ferien. Petersen teilte die Helfer in fünf Gruppen ein. Die Ortsteile Langstücken, Unter- und Oberschoothorst sowie Holzkoppel, Wilsterberg und Aschberg wurden dabei mit vier Gruppen bedacht, die jeweils eine Strecke von 3,5 Kilometer zu bewältigen hatten und etwa zwei Stunden unterwegs waren. Auch der Dorfkern wurde gesäubert. Hierfür waren die teilnehmenden Kinder zuständig, die begleitet wurden von Gemeindearbeiter Rainer Wiese, der mit seinem Rasenmähertrecker nebenher fuhr, um im Anhänger den gesammelten Unrat zu transportieren. Zum dritten Mal dabei war die zehnjährige Finja. „Es macht mir Spaß und es ist gut für die Umwelt”, erklärte die Schülerin ihre Motivation. Paul (13) ergänzte: „Es ist witzig, was man alles findet. Im vergangenen Jahr habe ich sogar einen Koffer eingesammelt.” Sein größter Fund in diesem Jahr war ein weißer Klappstuhl. Neben diversem Plastikmüll fand der Schüler, der bereits zum vierten Mal beim Müllsammeln half, auch mehrere Kornflaschen, teilweise sogar noch mit Inhalt. Der jüngste Teilnehmer war der dreijährige Jonas. Ausgestattet mit einer Greifzange half er seinem sechsjährigen Bruder Fynn. Vater Sascha Olivier nimmt in jedem Jahr gemeinsam mit seinen Kindern an der Aktion teil. „Es ist wichtig, etwas zur Dorfgemeinschaft beizutragen”, erklärte der Feuerwehrmann und ergänzte: „Außerdem lernen die Kinder dabei, dass man keinen Müll in die Natur schmeißt”.

Auch Karl-Anton Andresen ist mit von der Partie. Vor zehn Jahren verschlug es ihn aus beruflichen Gründen von der Insel Sylt nach Ascheffel. „Im Vergleich zu Sylt ist es doch recht sauber hier”, befand der Rentner. Dem stimmt auch der Bürgermeister zu: „Es hat sich was getan. So viel Müll wie früher finden wir nicht mehr.” Trotzdem fahre er mehrmals jährlich ausgediente Elektrogeräte, die er am Straßenrand finde, zum Recyclinghof.

Während fleißig gesammelt wurde, bereitete Petersen gemeinsam mit der Vorsitzenden des Spielmannzuges Gisela Engel einen Imbiss für die Helfer vor. Bei Erbsensuppe, Würstchen, Kaffee und Co konnte nach getaner Arbeit zusammen gesessen und geklönt werden. „Es ist schön, die Gemeinde sauber zu kriegen und dabei auch noch die Gemeinschaft zu pflegen”, resümiert Petersen. Und auch, wenn es nicht mehr so viel Müll ist wie früher, hat es sich doch wieder gelohnt: Die Müllsammler fanden in Oberschoothorst einen großen Fernseher, der in den Büschen entsorgt worden war, und auch die anderen Gruppen hatten Haushaltsgeräte wie etwa eine Kaffeemaschine entdeckt.

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