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Rote Kappen : Ascheffel in der fünften Jahreszeit

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Karnevalsparty der Roten Kappen mit über 200 Gästen im „Alten Bahnhof“ / Gerald Müller und Michaela Schmidt bilden das Prinzenpaar

shz.de von
erstellt am 03.Feb.2014 | 06:12 Uhr

Das Geheimnis ist gelüftet: Michaela Schmidt ist die neue Prinzessin der Roten Kappen. Auf dem Kappenfest am Sonnabendabend stellte Gerald Müller alias Prinz Charly vom Zuckerhut sie den Gästen vor und lüftete damit ein gut gehütetes Geheimnis. „Die Ascheffeler war recht hartnäckig“, berichtete Prinz Charly. „Hatte man in den letzten Jahren schon von der Prinzenverfolgung gehört, fühlte ich mich jetzt nirgends mehr ungestört.“ Eines Abends wollte er zur Prinzessin nach Hause gehen, aber sie lehnte ab – „die Kinder oder Nachbarn könnten ja was sehen.“ „So musste Charly im Dunkeln Richtung Aschberg gehen“, berichtete die Prinzessin, „da würde uns so spät doch hoffentlich keiner sehen. Ich kam mit dem Auto und sammelte ihn ein – doch auch hier konnte man nicht ungestört sein.“ Sie fuhren über die Grenzen Ascheffels hinaus in die Gemeinde Damendorf und hielten „weit, weit hinter dem letzten Haus“. Hier konnte die „Karnevals-to-do-Liste“ besprochen werden. Viel wurde über SMS geklärt. „Die letzten Wochen waren reine Heimlichtuerei“, so die Prinzessin. „Doch heute ist Karneval – und das Versteckspiel ist endlich vorbei.“

Bereits am 12. November vergangenen Jahres – einen Tag, nachdem bekannt gegeben wurde, wer der Prinz ist – hatte Prinz Charly seine Auserwählte gefragt. Mit einem Eimer Limetten und Havanna Club stand er vor ihr und fragte sie, ob sie seine Prinzessin werden wollte. Ihm war wichtig, dass seine Prinzessin genauso viel Spaß am Karneval habe wie er, erklärte Prinz Charly seine Entscheidung.

Zur Auswahl stand auch noch Prinzessin Malte. Malte Lau hatte sich eine schwarze Perücke aufgesetzt, einen Bastrock und ein Bikinioberteil mit zwei Kokosnüssen angezogen und kam auf rund 15 Zentimeter hohen Absätzen in den Saal. „Du siehst zwar ganz nett aus mit deinen Kokosnüsschen, bist mir aber viel zu groß für ein Küsschen.“ Also machte sich der Prinz noch mal auf die Suche und fand Michaela Schmidt.

Die Vorstellung der Prinzessin war einer von vielen Höhepunkten des Kappenfestes. Unter anderem zeigte die Große Garde ihr Können und das Himmelfahrtskommando führte etwas auf. Applaus erntete auch Claus Nielsen als verrückter Professor. Er erzählte, dass er sich die Hand verletzt hatte und zum Arzt musste. „Meine Frau war auch ganz aufgelöst und fragte: ‚Sagen Sie mir die Wahrheit, wird mein Mann je wieder Geschirr spülen können?’“

Am Sonnabend, 8. Februar, geht es weiter. Um 14.30 Uhr findet im „Alten Bahnhof“ der Kinderkarneval statt. Einlass ist ab 13.30 Uhr. Am Sonnabend, 15. Februar, beginnt um 15 Uhr der Karnevalsnachmittag.

 

 

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