Bürgerschützengilde von 1570 : Aribert Bramhoff neuer Chef der Gelben Westen

Der neue Vorsitzende der Gelben Westen, Aribert Bramhoff (3. v. l.) mit seinen wiedergewählten Vorstandskollegen Gildemeister Heiner Petersen, 2. Schützenmeister André Marholz, Schützenmeister Kelvin Stapelfeldt, Schatzmeister Kay Wiese und Schaffer Marc Grimm.
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Der neue Vorsitzende der Gelben Westen, Aribert Bramhoff (3. v. l.) mit seinen wiedergewählten Vorstandskollegen Gildemeister Heiner Petersen, 2. Schützenmeister André Marholz, Schützenmeister Kelvin Stapelfeldt, Schatzmeister Kay Wiese und Schaffer Marc Grimm.

Jörg Czarnowski hat nach Kritik im Vorstand auf die Wiederwahl verzichtet. Jetzt hat die Gilde einen Nachfolger gewählt. Auch Heiner Petersen und André Marholz sind wieder im Vorstand - sie warenvorher zurückgetreten.

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20. Januar 2015, 06:32 Uhr

Eckernförde | Die Eckernförder Bürgerschützengilde von 1570, auch als Gelbe Westengilde bekannt, hat die Turbulenzen der vergangenen Wochen und die Zeit ohne Vorsitzenden überstanden. Am vergangenen Freitag wählten die Gildebrüder in einer Außerordentlichen Mitgliederversammlung Aribert Bramhoff als neuen Vorsitzenden und mit ihm einen neuen Vorstand. Bramhoff hat bereits als Gildemeister Vorstandsarbeit geleistet. „Ich freue mich auf die neue Aufgabe, und wir werden die gute Vorstandsarbeit der letzten Jahre fortsetzen“, zeigte er sich optimistisch.

Es war die erste außerordentliche Mitgliederversammlung seit 20 Jahren. Während es seinerzeit um die neue Satzung ging, musste die Versammlung dieses Mal einberufen werden, weil sich die Gildebrüder bei der Martiniversammlung im November auf keinen neuen 1. Vorsitzenden einigen konnten. Der gesamte Vorstand habe damals einer Wiederwahl des 1. Vorsitzenden Jörg Czarnowski sehr kritisch gegenüber gestanden, teilte die Gilde in einer Presseerklärung mit. Die Gründe hätten nicht in der Ausübung des Amtes gelegen, es habe Probleme in anderen Bereichen gegeben, hieß es. Czarnowski habe daraufhin auf eine Wiederwahl verzichtet. Seitdem waren die Gelben Westen ohne gewählten Vorsitzenden.

Dieser führungslose Zustand ist seit Freitagabend vorbei. 47 von insgesamt knapp 100 Gildebrüdern waren der Einladung des 2. Vorsitzenden Peter Büchert gefolgt. Nach den ersten Tagesordnungspunkten, in denen auch die Vorkommnisse der letzten Versammlung noch einmal besprochen wurden, wurden neue Mitglieder aufgenommen. Zu dem bereits in der Martiniversammlung aufgenommenen Stefan Möller gesellen sich nun auch die in der gleichen Versammlung zurückgetretenen Vorstandsmitglieder Heiner Petersen (Gildemeister) und der 2. Schützenmeister André Marholz. Die Vorstandswahlen brachten folgendes Ergebnis: Gildemeister Heiner Petersen, Schützenmeister Kelvin Stapelfeldt, Schatzmeister Kay Wiese, 2. Schützenmeister André Marholz und Schaffer Marc Grimm, die alle in ihren alten Ämtern wiedergewählt wurden. Damit ist der Vorstand der Gelben Westengilde wieder komplett und kann seine Arbeit wieder aufnehmen.

Ganz vorne auf der Prioritätenliste stehen die Planungen für das 445. Gildefest zu Pfingsten. Dort soll auch die Fahnenweihe der 1. Gildefahne stattfinden, weil der Zahn der Zeit der ersten 1. Fahne sehr zugesetzt hat, so dass nur eine Neubeschaffung in Frage kam. Durch Spenden von Gildebrüdern und externen Förderern konnte die neue Fahne finanziert und bestellt werden. Eine Delegation unter Führung von Oberst Lars Vondenhoff wird die künftige Gildefahne in den nächsten Tagen direkt vom Hersteller in Hamburg abholen. „Wir sind froh, dass die Beschaffung der neuen Fahne so reibungslos geklappt hat und bedanken uns bei allen Spendern“, so Oberst Lars Vondenhoff.Die Gilde hat zudem beschlossen, in diesem Jahr neben den jährlichen Besuchen der Gilden aus Brunswik und Heiligenhafen aus Anlass des 725-jährigen Jubiläums auch der Reutlinger Gilde einen Besuch abzustatten.

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