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Eckernförder Zeitung

16. August 2017 | 15:32 Uhr

Architekturführer für die Westentasche

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

„Eckernförde – Ein Stadtrundgang“: Museumsverein und Stadt bringen 66-seitiges Bändchen mit sehenswerten Eckernförder Gebäuden heraus

„Finanzamt / ehemaliges Lehrerseminar, Baujahr 1883-85, Bauherr vermutlich Provinzial-Regierung, Architekt Janert: Als königliches Lehrerseminar im Stil der Neorenaissance erbautes Gebäude mit zeittypischer Ziegelornamentik. Der Bau diente später Verwaltungs- und Schulzwecken. 1982 erfolgte ein denkmalgerechter Rückbau. Seitdem ist hier das Finanzamt beheimatet.“ Seite 6 des neues Eckernförder Architekturführers „Eckernförde – Ein Stadtrundgang“ beschreibt eines der prachtvollsten Gebäude der Stadt in absoluter Kurzform. Aber mehr soll es auch nicht sein, denn der Stadtführer im Handtaschen- und Westentaschenformat setzt nicht auf die Weitergabe lexikalischen Wissens, sondern auf die schnelle, stets parate Information.

66 sehenswerte Gebäude der Stadt – fast alle in der Innenstadt, die meisten mit Geschichte und unter Denkmalschutz –, sind in dem handlichen Architekturführer aufgeführt. Mit Foto, Adresse, Baujahr, Architekten und einer kurzen Gebäudebeschreibung. Jedes Gebäude hat eine Nummer, die sich hinten im Straßenverzeichnis und auf einer Karte wiederfindet. Ein guter Service für all jene, die schon immer mal wissen wollten, wer das EZ-Verlagshaus am Rathausmarkt oder den Rundspeicher am Hafen gebaut hat, wer vor dem Jeverstübchen in dem Haus gewirkt hat und was es mit der ehemaligen Mühle Rau, der „Alten Kaserne“, dem Commerzbank-Gebäude oder dem Ostsee Info-Center – um nur einige zu nennen –, auf sich hat. Wer tiefer in die Gebäudehistorie einsteigen und nicht immer Cäcilie Dronske anrufen möchte, wird in den Archiven oder bei der Heimatgemeinschaft Eckernförde fündig werden.

Herausgeber des Bändchens sind der Museumsverein und die Stadt Eckernförde. Dr. Uwe Beitz, Hartwig Deimel, Dr. Deert Lafrenz, Sven Wlassack und später seine Nachfolgerin Andrea Stephan haben das Verzeichnis zusammengestellt, die Eigentümer um Erlaubnis gefragt und alle Informationen zusammengetragen. Die Fotografien zu jedem Gebäude steuerte der Fotoclub Eckernförde bei. Bürgermeister Jörg Sibbel lobte den Eckernförder Architekturführer, der keinen Anspruch auf Vollständigkeit stellt und nur eine Auswahl sehenswerter Gebäude darstellt. Eine lückenlose Erfassung hätte den Rahmen dieser Publikation gesprengt.

„Eckernförde – Ein Stadtrundgang“ liegt kostenfrei im Rathaus, bei der Touristik, im Museum und in Hotels aus und richtet sich gleichermaßen an Gäste wie an Einheimische. Die Produktionskosten belaufen sich auf rund 8000 Euro. Der kleine Architekturführer passt nicht nur in die Hand- oder Jackentasche, sondern auch in einen Briefumschlag, wie Andrea Stephan anmerkte, und kann so auch an interessierte Leser außerhalb Eckernfördes verschickt werden.

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erstellt am 28.Nov.2015 | 00:32 Uhr

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