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Reha klinik damp kompetenzzentrum : Arbeitskraft nachhaltig bewahren

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Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die Reha Klinik in Damp ist seit 1. März eines der bundesweiten Kompetenzzentren für die medizinisch beruflich orientierte Rehabilitation der Deutschen Rentversicherung. Im Vordergrund steht die konzeptionelle Weiterentwicklung der Reha-Therapie.

shz.de von
erstellt am 17.Apr.2014 | 06:48 Uhr

Eine komplexer gewordene Arbeitswelt mit ständig steigenden Anforderungen und längere Lebensarbeitszeiten – immer mehr Arbeitnehmer sind in ihrer Erwerbsfähigkeit über einen längeren Zeitraum eingeschränkt. Ihre Wiedereingliederung in das Berufsleben und den dauerhaften Erhalt ihrer Arbeitskraft ist das Ziel der medizinisch beruflich orientierten Rehabilitation (MBOR), eine konzeptionelle Weiterentwcklung und Intensivierung von Reha-Diagnostik und Therapie. Seit 1. März ist die Rehaklinik Damp eines der wenigen bundesweiten MBOR-Kompetenzzentren, ausgewählt von der Deutschen Rentenversicherung des Bundes, mit dem Schwerpunkt Orthopädie.

„Das Bündeln der Kompetenzen“ aller betroffenen Fachbereiche zum Wohle des Patienten sei der Weg in Damp, erklärt Dr. Norbert Stuhlmann, Chefarzt der Orthopädie I. So ist bei MBOR-Patienten neben der Aufnahme durch einen Arzt auch stets ein Aufnahmegespräch durch einen Mitarbeiter des Sozialen Dienstes vorgesehen, der das soziale Umfeld des Patienten, wie familiäre, finanzielle und nicht zuletzt arbeitsplatzrelevante Faktoren, berücksichtigt. Zweimal in der Woche finde ein interdisziplinäres Gespräch statt, so Dr. med. Ulrich Hinkelmann, Chefarzt der Orthopädie I. Beteiligt sind Orthopäden, Ergo- und Physiotherapeuten, Psychologen und der Soziale Dienst, um für jeden Patienten individuelle Lösungsansätze zu entwickeln.

In beiden orthopädischen Abteilungen sind 50 Plätze für MBOR-Patienten vorgesehen. Eine dieser Patienten ist Katja Acquistapace. Die 41-jährige Bankkauffrau leidet seit Jahren an Rücken- und Schulternproblemen. Durch einen Verkehrsunfall letztes Jahr, bei dem sie sich das Handgelenk brach, traten diese Probleme massiv auf. In Damp „wird auf mich als Person eingegangen“, so die Niedersächsin. In dem Motivationsseminar der bewegungsorientierten Reha habe sie gelernt, ihre Stärken und Schwächen zu erkennen. Wieder zuhause angekommen will sie die erlernten Übungen ganz bewusst anwenden und sich dem Nordic Walking widmen.

Wie Katja Acquistapace hat auch Christian Martens zu Beginn seines Aufenthaltes einen Selbsteinschätzungstest seiner körperlichen Fähigkeiten absolviert. Der 28-jährige leidet unter der unheilbaren Krankheit Morbus Bechterew, eine entzündlich rhematische Erkrankung, die zu einer Versteifung der Wirbelsäule führen kann. Ein Bandscheibenvorfall im April 2013 brachte es an den Tag – seitdem ist der gelernte Physiotherapeut arbeitsunfähig, seit einiger Zeit auch arbeitslos. In Damp hat er wieder Mut gefunden. Mithilfe eines Anforderungs- und Tätigkeitsprofils lernt er die Einschätzung seiner Fähigkeiten und mögliche Alternativen in Bezug auf seinen künftigen Arbeitsplatz.

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