zur Navigation springen

Beruf und Familie : Arbeit und Kind – geht das?

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die Gleichstellungsbeauftragte des Amtes Schlei-Ostsee, Nina Jeß und die EZ greifen das Thema Vereinbarkeit von Beruf und Familie auf. Mit Infoveranstaltungen und Beispielen aus der Praxis sollen Tipps und Hilfen aufgezeigt werden.

von
erstellt am 07.Feb.2014 | 06:00 Uhr

Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen, das ist für berufstätige Mütter, Väter in Elternzeit, Alleinerziehende und Doppelverdienerfamilien nicht leicht. Stress mit dem Arbeitgeber, ein permanent schlechtes Gewissen gegenüber dem Kind und der Familie und in vielen Fällen die Doppelbelastung aus Haushalt und Berufstätigkeit – wie ein roter Faden ziehen sich diese Probleme durch die Gespräche und Beratungen, die die Gleichstellungsbeauftragte des Amtes Schlei-Ostsee, Nina Jeß, führt. „Es gibt einen großen Bedarf, über Möglichkeiten und Chancen einer Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu informieren“, sagt sie und startet in Zusammenarbeit mit der Eckernförder Zeitung eine Veranstaltungsreihe unter dem Titel „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“.

Die Gründe, warum Frauen und auch Männer nach einer Kinderpause wieder arbeiten oder neu in die Berufswelt einsteigen wollen oder müssen, sind vielfältig. Immer aber ist ein Einstieg in die Berufswelt begleitet von vielen Veränderungen. Der ganze Alltag ändert sich mit Kindern, die Verantwortung steigt. Leicht wächst den Betroffenen alles über den Kopf. Und auch wenn der Einstieg in die Berufstätigkeit vorher gut vorbereitet wird, in der Praxis tauchten dann doch Schwierigkeiten auf, die zuvor nicht beachtet wurden, so die Erfahrung von Nina Jeß. Der Berufseinstieg sei ein Prozess, der wachsen müsse, so ihre Beobachtung. Es müsse viel organisiert und geplant werden, um sowohl den Ansprüchen des Arbeitgebers, der Familie und den eigenen Bedürfnissen gerecht zu werden.

Wie Berufstätigkeit unter solchen besonderen Bedingen gelingt, dass sollen Beispiele zeigen, die auf ganz unterschiedliche Weise die Vereinbarkeit von Berufstätigkeit und Familie aufzeigen. „Ich möchte Mut machen“, sagt die Gleichstellungsbeauftragte, die selber als Mutter zweier junger Kinder Erfahrungen beim Wiedereinstieg in den Berufsalltag gesammelt hat. Und Jeß möchte bei zunächst zwei geplanten öffentlichen Veranstaltungen mit Fachreferenten Müttern und Vätern Anregungen und Tipps vermitteln, wie der Wiedereinstieg in den Beruf gelingen kann.

So wird Steffi Harms vom Frauennetzwerk Schleswig-Holstein am Mittwoch, 12. März, 20 Uhr, im Restaurant  „einfach Classe“ im Bürger- und Sportzentrum Fleckeby unter dem Titel „Gemeinsam zwischen Schreibtisch, Spüle und Spielplatz – über den Weg zum partnerschaftlichen Familienmodell“ berichten.

„Zurück in den Beruf“ heißt es am 25. März, von 9 bis 11 Uhr, wenn Corinna Schmidt, Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt der Agentur für Arbeit Neumünster in der Alten Post in Rieseby Tipps zum beruflichen Wiedereinstieg gibt.

Bei beiden Veranstaltungen wird um Anmeldung unter Tel. 04351/73 79 130 oder per E-mail an nina.jess@amt-schlei-ostsee.de gebeten. Per E-Mail können Leser dort auch Fragen zum Thema Beruf und Familie stellen.

Ziel der Gleichstellungsbeauftragten ist es, Arbeitgeber und Arbeitnehmer zu sensibilisieren und gemeinsam nach Arbeitszeitmodellen und Verbesserungen suchen zu lassen. „Oft sind es nur Kleinigkeiten, mit denen Beruf und Familie einfacher gelingen“, sagt Jeß. Anreize für ein konstruktives Miteinander und Werben für gut ausgebildete Frauen sieht Jeß in dem absehbaren Fachkräftemangel. „Der Wiedereinstieg in den Beruf lohnt sich für alle“, ist die Gleichstellungsbeauftragte überzeugt. Und er kann gelingen, wie die Beispiele zeigen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen