Jahresempfang der Kreis-SPD : Appell gegen nationale Alleingänge

Der Europakandidat Enrico Kreft (li.) und Kai Dolgner, SPD-Fraktionsvorsitzender im Kreistag
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Der Europakandidat Enrico Kreft (li.) und Kai Dolgner, SPD-Fraktionsvorsitzender im Kreistag

Jahresempfang der Kreis-SPD stand im Zeichen der anstehenden Europawahl.

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10. Februar 2019, 18:09 Uhr

Die Europawahl am 26. Mai stand im Mittelpunkt des Neujahrsempfangs der SPD Rendsburg-Eckernförde. Rund 200 Gäste, unter ihnen die Europaabgeordnete Ulrike Rodust, der Landesvorsitzende Ralf Stegner und dessen mögliche Nachfolgerin, die Landtagsabgeordnete Serpil Midyatli, kamen am Sonnabend in das Regionale Bürgerzentrum in Büdelsdorf. Der Vorsitzende der Kreistagsfraktion, Kai Dolgner, entschuldigte bei der Begrüßung den Kreisvorsitzenden Sönke Rix, der wegen Fiebers nicht teilnehmen konnte. Dolgner bezeichnete das vergangene Jahr als „dunkel und schwer“ für die SPD. Von der Kommunalwahl habe man mehr erwartet. Positive Ausnahme sei das Ergebnis in Alt Duvenstedt gewesen, wo die Sozialdemokraten die absolute Mehrheit erreichten.

Wir alle entscheiden im Mai über die Zukunft des gesamten Kontinents. Enrico Kreft, Kandidat für die Europawahl
 

Bei der Europawahl werde die Zukunft entschieden, betonte Dolgner. „Wir sind alle Europäer“. Die EU stehe vor großen Herausforderungen: Die Auswirkungen der internationalen Finanzkrise, deren Auswirkungen die europäischen Staaten bis heute beträfen, das gefährliche Auseinanderdriften der Gesellschaft und die große Anzahl an Menschen, die sich auf der Suche nach Schutz und einer Zukunft auf den Weg gemacht haben und immer noch machen.

Unter den Gästen: Die Landtagsabgeordnete und Kandidatin für den Landesvorsitz Serpil Midyatli (li.), der Landesvorsitzende Ralf Stegner und die Europaabgeordnete Ulrike Rodust. Fotos: Becker
Horst Becker
Unter den Gästen: Die Landtagsabgeordnete und Kandidatin für den Landesvorsitz Serpil Midyatli (li.), der Landesvorsitzende Ralf Stegner und die Europaabgeordnete Ulrike Rodust. Fotos: Becker
 

Europa stehe für fairen Wettbewerb, nicht für Dumping-Preise. „Alles billig“ bedeute, unsolidarisch gegenüber Arbeitnehmern zu sein. „Wir wollen bezahlen, was es wert ist.“ Zudem forderte Dolgner, gegen nationalistische Tendenzen Position zu beziehen. „Wir wollen keine neuen Schlagbäume“, machte er deutlich. Die SPD werde auch weiter die Grundwerte verteidigen: Menschlichkeit, Demokratie, Solidarität, Frieden und Freiheit. Das gelte von Gemeinden und Städten über die Kreise bis hin zur europäischen Ebene. „Die EU ist nicht weit weg, sondern betrifft den Alltag der Menschen, auch wenn man das nicht immer spürt.“

Für Europawahl werben

„Europa braucht mehr Gewicht“, sagte Enrico Kreft, schleswig-holsteinischer SPD-Kandidat bei der anstehenden Europawahl. Er wünsche sich, in einem Europa zu leben, das füreinander da ist. Seine Antwort auf die bestehenden Herausforderungen lautete: „Die Vereinigten Staaten von Europa.“ Gemeinsam mit den europäischen Schwesterparteien in der Sozialdemokratischen Partei Europas (SPE) stehe die SPD für Demokratie und Bürgerrechte, ökologisch-soziale Marktwirtschaft und solidarischen Wohlstand, Gleichstellung und Minderheitenschutz, so Kreft. „Das ist unser Gegenentwurf zu einem Europa der nationalen Egoismen.“ Enrico Kreft forderte die Gäste des Empfangs auf, für die Europawahl zu werben. „Wir alle entscheiden im Mai über die Zukunft des gesamten Kontinents.“

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