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Apfeltag : Apfelmühle und Saftpresse der Renner beim 15. Apfeltag im UIZ

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Viele Besucher nutzten am Wochenende die Gelegenheit, beim Apfeltag im Umwelt-Info-Zentrum mehr über Äpfel zu erfahren. Über 70 Sorten gab es dort zu sehen. Es wurde auch fleißig gepresst und gebacken.

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erstellt am 24.Sep.2013 | 06:32 Uhr

„Rund um den Apfel“ lautete das Motto am Sonnabend im Umwelt Info Zentrum (UIZ) am Noorwanderweg. Zu probieren gab es beim 15.Apfeltag eigenhändig gepressten Apfelsaft, frischen Apfelkuchen und eine Auswahl von mehr als 70 Apfelsorten von den Streuobstweisen aus der Umgebung. Waren Apfelmühle und Saftpresse zweifellos der Magnet für die Kleinen, konnten die Erwachsenen bei Kaffee und leckerem Apfelkuchen so manch Wissenswertes über Äpfel, ihre Verarbeitung und Produkten aus Äpfeln erfahren.

„Ich will auch mal“, tönte es immer wieder bei der dicht von Jung und Alt umringten Apfelmühle, auch wenn das große Kurbelrad der Mühle dann meist nur mit muskelstarker Unterstützung der Älteren zu drehen war. Heraus kam saftiges Fruchtfleisch, das gleich im Anschluss in die Saftpresse wanderte. Aus dieser lief nach einiger Anstrengung – hier war dann Elternhilfe gefragt – frischer Saft in die darunter gehaltenen Gläser. Nicht weniger fruchtig, dafür aber hochprozentig war das Angebot von Ralf Stelzer, der „Apfelbrand“ aus eigener Destillerie in Altenhof anbot. Aus fünf bis sechs Apfelsorten produziert er unterschiedliche Brände, fast immer dabei ist wegen seines Zuckergehalts der Boskop.

„Es gibt auf den Obstwiesen rund um Eckernförde rund 250 Apfelsorten“, erklärte der städtische Naturschutzexperte Michael Packschies. Eine kleine Auswahl davon wurde übersichtlich nicht nur zum Kennenlernen, sondern auch zum Probieren präsentiert. Angelner Zitronenapfel, Kneebusch, Klausdorfer Hägar, Schöner aus Holstein und nicht zuletzt Dankbarer vom UIZ waren dabei auffällig. Letzterer stammt vom Gelände selbst und ist ein Zufallssämling, der selbst von Schleswig Holsteins Apfelexperte Meinolf Hammerschmidt nicht bestimmt werden konnte. Bei ihm erfuhren die vielen Besucher nämlich, anhand welcher Merkmale Äpfel zugeordnet werden.

„Eine schöne Veranstaltung und tolle Anlage“, ließen Karen und Kurt Weger, Ausflügler aus Kiel, verlauten, sie wollten eigentlich am Noor spazieren gehen. Etwas abseits eine Sonnenuhr, auf dem Weg dorthin eine Kräuterspirale, ein Erlebnispfad durch Feuchtgebiet auf Bohlen und Brettern, wo auch manche schillernde Libelle auf den Kamera-Chip gebannt wurde.

Die großzügige Anlage bot den Besuchern nicht nur rund um den Apfel Sehenswertes, sondern lockte auch Besucher zum Eichhörnchen-Gehege, wo „Pelle“ und seine Kumpel ihr Unwesen trieben. Auf dem Weg dorthin lud der Duft von frisch Gebackenem aus dem Lehmofen ein, für eine kleine Spende erhielt man leckere Brötchen oder Apfeltörtchen.

„Heute ist es für mich das letzte Mal“, ließ Bäcker Karl-Heinz Wichmann verlauten, der inzwischen 71-Jährige ist mit dem handbefeuerten Backofen seit Jahren fester Bestandteil bei allen Veranstaltungen und Ferienspaß-Aktionen, möchte sich nun aber endgültig seinem Ruhestand widmen.


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