Antrag der Kreistagsfraktionen für den Kreistag am 27. März

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25. März 2017, 06:16 Uhr

1. Der Kreistag erachtet die Geburtshilfestation in Eckernförde als wichtigen Beitrag zur medizinischen Versorgung am Standort Eckernförde. Dort ist daher eine Gynäkologie- und Entbindungsstation vorzuhalten.
2. Der Kreistag favorisiert dabei die Organisation als rechtskonforme Belegabteilung. Sollte ein rechtssicherer Betrieb im jetzigen Belegarztmodell nicht möglich sein, so stimmt der Gesellschafter der Errichtung einer Hauptabteilung mit der Einstellung einer ärztlichen Leitung für die Leitung der Geburtshilfe zu. Dabei sollen nach Möglichkeit die bisherigen Belegärzte eingebunden werden.
3. Das Beleghebammenmodell soll auf rechtssicherer Grundlage fortgeführt werden.
4. Für beide Modelle ist die neonatologische Versorgung sicherzustellen.
5. Die Kooperation zwischen Geburtenstation und Kinderstation hat sich als Erfolgsmodell erwiesen. Daher ist der Betrieb einer bedarfsgerechten Kinderstation weiterhin anzustreben. Die Geschäftsführung hat aufzuzeigen, wie der Betrieb der Kinderstation weitergeführt werden kann und legt zu folgenden Punkten Konzepte vor, die von der Gesellschafterversammlung abschließend beurteilt werden können:
a. Wiederaufnahme der bisherigen Zusammenarbeit mit den Belegärzten unterstützt durch klinikeigenes Personal,
b. Betrieb als Nebenstelle der Hauptabteilung Rendsburg auch mit Zuhilfenahme der niedergelassenen Ärzte als Beleg- oder Honorarärzte,
c. Betrieb einer Hauptabteilung am Standort Eckernförde oder
d. Sicherstellung einer möglichst umfangreichen kinderärztlichen Versorgung auf sonstige Weise.
6. Die Geschäftsführung legt zeitnah Konzepte vor, wie Kinder- und Geburtenstation unter den strukturellen Risiken auch in den nächsten Jahren rechtssicher und durchgängig betrieben werden können.
7. Auch wenn de-facto derzeit keine Kinderstation vorgehalten wird, werden bis zur Entscheidung durch den Gesellschafter die Betten der Kinderstation nicht abgemeldet und anderen Stationen zugeordnet.
8. Die Konzepte zu 5. und 6. werden unter Begleitung eines vom Kreis beauftragten Gutachters erstellt.
9. Die Vorhaltung von Anästhesisten ist rund um die Uhr zu leisten.

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