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RÜCKKEHR DER „ringelnatter“ : Ansteuerungstonne soll wieder Blickfang werden

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die Sanierung der historischen Eckernförder Ansteuerungstonne läuft. Ihre Wiederaufstellung in der Gaehtjestraße ist für Anfang Juli geplant.

  Seit zwei Monaten ist die „Ringelnatter“ von der Bildfläche verschwunden. Das historische Seezeichen wird allerdings im Gegensatz zu so manchem anderen Wahrzeichen wie dem Hafenkran, der Kanone im Kurpark oder einer weiteren, großen Seetonne an der Strandpromenade wieder auftauchen – Anfang Juli soll die frühere Ansteuerungstonne wieder an ihren angestammten Platz an der Gaehtjestraße aufgestellt werden. Rundum saniert und in neuem Glanz.

Derzeit ist die „Ringelnatter“ allerdings noch in ihre Einzelteile zerlegt. Die obere Holzkonstruktion wird beim Tischler erneuert, der Stahlkörper und die Standsäule sind zur Rostbeseitigung beim Schlosser, zum Abschluss sorgt der Maler für einen neuen Anstrich. „Wir werden im nächsten Bauausschuss am 16. Mai darüber berichten“, sagte der Tiefbauchef des Bauamtes, Axel Sperber, auf EZ-Anfrage. Bei der Begutachtung des gut 70 Jahre alten Seezeichens seien erhebliche Korrosionsschäden sowie verfaulte Holzteile festgestellt worden, die erneuert werden müssten. 7000 bis 8000 Euro dürfte die Sanierung kosten. Die Metallarbeiten werden in der Stahlschlosserei Lienau erledigt. Helge Lienau wird die verrosteten Flächen aufarbeiten und unten am Fuß eine neue Stahlhülle montieren, die wieder für eine einwandfreie Standsicherheit der schweren Tonne sorgen soll. Nächste Woche soll der Stahlkörper fertig sein und kommt dann zum Maler.

Die „Ringelnatter“ lag früher jahrzehntelang als Ansteuerungstonne in Höhe des Marinehafens. Das rot-schwarze Seezeichen erhielt ihren Namen aufgrund des spiralförmigen Anstrichs. Die „Ringelnatter“ war markant und bekannt und diente bereits in den 1950- und 1960er-Jahren als Wendemarke für die Fischkutterregatten. Die Butterschiffe fuhren in den 1980er-Jahren nur einmal um die „Ringelnatter“, um den kleinen zollfreien Einkauf zu ermöglichen. Im Eckernförde-Lexikon der Heimatgemeinschaft ist vermerkt, dass das Seezeichen nach dem Bau des neuen Leuchtturms 1986 überflüssig geworden war und dann an der Gaehtjestraße aufgestellt wurde.

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