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SAISONBEGINN : Anrudern – im 7 Grad kalten Wasser

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Der Eckernförder Ruderclub läutete am Sonntag die Saison 2016 ein. Der Verein bietet einen Schnupperkurs für Anfänger und Interessierte an.

Die erste gemeinsame Veranstaltung im Jahr und das Einläuten der neuen Rudersaison verlangte den gliedern des Eckernförder Ruderclubs ziemlich viel ab. Eine Ostsee-Wassertemperatur von 7 Grad und damit jenseits vom Wohlfühlbereich wurde für die 25 Teilnehmer des Anruderns am Sonntagvormittag eher zur Kneippkur, denn die Vierer- und Zweierboote wurden vom Strand barfuß für die erste kurze Tour in tieferes Wasser getragen. Der rund einstündige Ausflug der Ruderclubmitglieder führte über die Bucht in den Eckernförder Hafen, um dort das neue Jahr einzuläuten.

110 Ruderbegeisterte im Alter von elf bis 77 Jahren sind Mitglied im Club. „Interessierte und Anfänger sind jederzeit willkommen, wenn im Club montags und mittwochs um 18 Uhr, freitags 17 Uhr und sonntags 10 Uhr unter Aufsicht gerudert wird. Dabei sind außer Schwimmkenntnissen keinerlei weitere Voraussetzungen erforderlich. Für Anfänger wird ab 21. Mai an drei Wochenenden ein Kurs mit einer begrenzten Teilnehmerzahl angeboten“, erklärt der Vorsitzende Jürgen Marquardsen.

Gerudert wird mit den vereinseigenen Einer-, Zweier-, neuen Dreier- und Vierer-Booten, die jeweils zusätzlich mit einem Steuermann besetzt werden. Insgesamt verfügt der Ruderclub über einen Bootspark von 24 Wander- und Rennbooten. Das Ruderrevier befindet sich in der Eckernförder Bucht von Langholz im Norden bis nach Lindhöft im Süden. Mehrtägige Wanderfahrten führen die Clubmitglieder auf die Schlei oder die Seen in Schleswig-Holstein. Zusätzliche Veranstaltungen wie der „Weser-Marathon“ am kommenden Wochenende oder der berühmte 80 km-Härtetest von Schleswig über Schleimünde bis nach Eckernförde bereichern das Clubleben und verzeichnen inzwischen auch Teilnehmer aus Süddeutschland, Österreich und den Niederlanden. In diesem Jahr findet er am 6. August statt.

Ole Dörscher ist bereits seit 35 Jahren dabei : „Ich bin damals über die Ruderriege der Gudewerdtschule zum Verein gekommen und seitdem diesem Sport treu geblieben“, so Dörscher.
Das Besondere an dieser Sportart ist die Beanspruchung von etwa 80 Prozent der gesamten Körpermuskulatur. Die Ausdauer wird ausgiebig trainiert und Verletzungen bleiben aufgrund des Trainings größtenteils aus. Un d was machen Ruderer, wenn es Winter ist? Im Winterhalbjahr wird keineswegs gefaulenzt, denn dann zieht es die Sportsfreunde vom Ruderclub in die Sporthalle der Fritz-Reuter-Schule zum Hallensport oder an die fünf zur Verfügung stehenden Rudermaschinen im Verein. Immer im Training zu bleiben ist auch in dieser Sportart wichtig, denn anders sind die Fahrtenabzeichen – vergleichbar mit dem deutschen Sportabzeichen – nicht zu erzielen. Schließlich muss für dieses begehrte Abzeichen eine bestimmte Kilometeranzahl pro Jahr errudert werden, für männliche Jugendliche liegt diese Zielvorgabe immerhin bei 1000 Kilometern.

Mit einem Fahrtenabzeichen wurden am Sonntagvormittag einige der Ruderclubmitglieder ausgezeichnet. Eine besondere Ehrung kam Volkhardt Nimz zuteil. Er erhielt für seine 20-jährige Vereinsmitgliedschaft aus den Händen seines Vorsitzenden Jürgen Marquardsen die silberne Ehrennadel. Für Edeltraud Hinz gab es für eine erfolgreiche achtjährige Tätigkeit als Frauenwartin und zwölf Jahre als zweite Vereinsvorsitzende einen Frühlingsblumenstrauß.

Danach wurden die Ruderboote zum Strand getragen und nach der entsprechenden Vorbereitung der Boote das Anrudern gestartet. Und natürlich gibt es nach einem erfolgreichen Rudersommer auch ein Abrudern – in diesem Jahr ist der Saisonabschluss für den 8. Oktober geplant. Aber bis dahin haben die Ruderboote jede menge Wasser unter dem Kiel.




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