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Neujahrsbaden in Damp : Anbaden bei 5 Grad: 65 Schwimmer trotzen der Kälte

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Der Andrang beim Neujahrsbaden in Damp war riesengroß: 400 Zuschauer verfolgten, wie sich 65 mutige Schwimmer in die kalten Fluten stürzten. Manche zog es schnell wieder unter den warmen Bademantel, andere schwammen ausdauernd in der Ostsee.

shz.de von
erstellt am 02.Jan.2014 | 06:30 Uhr

Damp | Für manchen war es das ultimative „Wachwerden“ nach Silvester, für andere der erfrischende Neuanfang des Jahres, als pünktlich um 11.11 Uhr die Freigabe für das Anbaden 2014 in Damp erfolgte. Mit dieser Veranstaltung startet das Ostseebad bereits seit zehn Jahren ins neue Jahr.

„Fünf, vier, drei zwei, eins und los“, die heiß ersehnte Ansage ließen sich die 65 Teilnehmer nicht zweimal sagen und stürmten unter dem Beifall von fast 400 Zuschauern los. Einiges hatten sich die Teilnehmer einfallen lassen, um aus der Masse aufzufallen: So war Urgroßvaters Badeanzug der Jahrhundertwende ebenso vertreten wie ein Clownskostüm oder der Kittel mit Haube einer Hebamme.

Es war dann der erste Wasserkontakt, der allen gemeinsam den beherzten Aufschrei entrang. Offene Münder beim ersten Kälteschock zeugten davon, dass es sich Mancher auch anders vorgestellt hatte, andere überwanden die Kälte dahingehend, dass sie sich durch lautstarkes Kreischen Luft machten. Während Hartgesottene sich weiter hinauswagten und dabei auch untertauchten, jagten die ungewohnten Temperaturen die etwas zarter Besaiteten recht zügig wieder aus dem Wasser.

„Fünf Grad im Wasser, vier Grad in der Luft, das kann man gut aushalten“, stellte Klaus Weber fest. Die prickelnde Haut im Anschluss ist für den 34-Jährigen, der regelmäßig in die Sauna geht und anschließend das Tauchbecken nutzt, nichts Neues. Sehen die einen es als sportlichen Hintergrund mit dem nicht zu verachtenden Abhärtungseffekt, betrachten es andere als Gaudi und Spaß: „Ich war in diesem Jahr noch nicht im Wasser“, war für Markus Ludwig (42) aus Kaufwangen der Antrieb, an der Aktion teilzunehmen. „Kalt und schön“, empfand es Christine Kruse aus Großwaabs. Zum dritten Mal dabei, findet die 17-Jährige es gut, dass man durch die Gemeinsamkeit regelrecht mitgerissen wird.

Zu den Teilnehmern, die von Beginn an jedes Jahr dabei sind, gehören Silke Widera und Petra Blümel. Letztere begrüßt, dass der Wettbewerbscharakter bei der Veranstaltung abgeschafft wurde: „Es macht keinen Sinn, Leute zu animieren, am weitesten hinauszuschwimmen oder möglichst am längsten im Wasser zu bleiben.“ Wer es gewohnt ist, hat auf Dauer natürlich wenig Probleme. So gehören die „Samsbader“ Angelika und Klaus Müller sowie Dietlind und Siegmar Kirchner zu denjenigen, deren Badesaison Ende September beginnt und die Ende April „abbaden“. „Wir sind Teil der Sektion Winterschwimmen des CSV Samswegen von 1884 und sind in unserer Saison mindestens einmal pro Woche aktiv“, berichtet Klaus Müller.

Wohl tat im Anschluss die heiße Erbsensuppe während auf die Preisverlosung gewartet wurde: Per Losentscheid gab es eine Tageskarte im Vitalzentrum, ein Brunchbesuch im Restaurant Ostseeressort, ein Klettergutschein und ein Familien Aktivgutschein für das Fun-Center zu gewinnen.Diese erhielten in gleicher Reihenfolge Kimberley Stein, Jürgen Rossol, Henriette von Fehrn und Silke Perl.

 

 



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