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Eckernförder Zeitung

21. Oktober 2017 | 05:04 Uhr

OSTERFEUER : An Ostern brennt der Südstrand

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Am Sonnabend lockte das Osterfeuer rund 2000 Besucher an. Erstmals wurde ein Shuttle-Service zwischen Innenstadt und WTD-Bushaltestelle angeboten.

Eckernförde | Fest im Veranstaltungskalender des Ostseebades verankert zieht das traditionelle Osterfeuer jedes Jahr aufs Neue am Ostersonnabend viele Gäste und Einheimische abends an den Südstrand. Ursprünglich geht der Brauch des Osterfeuers auf das Ende des Winters und die Begrüßung des nahenden Frühjahres zurück – der recht kalte Wind am Ostersonnabend ließ vom Frühling allerdings relativ wenig spüren. „Wir waren von der Stimmung und von der Wetterlage her höchst zufrieden“, sagte Hans-Peter Möller, Veranstaltungsleiter der Eckernförde Touristik und Marketing GmbH (ETMG) auf Nachfrage. Denn anderorts musste das Osterfeuer aufgrund der Witterung teilweise abgesagt werden.

Bereits Tage zuvor hatte die ETMG den von der Stadtgärtnerei angelieferten Strauch- und Baumschnitt zu einem unübersehbaren Holzhaufen aufschichten lassen. Vor dem Anzünden wurde alles vorher noch einmal komplett umgewälzt, damit Tiere, die sich unter dem Holzhaufen versteckt haben könnten, noch rechtzeitig Reißaus nehmen konnten.

Heutzutage wird das Osterfeuer meistens nicht mehr aus religiösen oder abergläubischen Gründen gefeiert, sondern dient als willkommener Anlass, sich mit Familie und Freunden zu verabreden, um gemütlich am Feuer bei Musik, Getränken und Leckereien aller Art einen netten Abend zu verbringen. Zahlreiche gastronomische Stände mit Süßem und Herzhaftem sowie heißen und kalten Getränken sorgten am Südstrand wieder für das leibliche Wohl der rund 2000 Besucher. Man hörte sächsische, berlinerische oder dänische Wortfetzen – ein Indiz für die zahlreichen Gäste, die in Eckernförde ihren Osterurlaub verbrachten.

Pünktlich mit dem Entzünden des Osterfeuers um 19 Uhr starteten die Musiker um den norddeutschen Gitarristen, Sänger und Songwriter Gerrit Hoss mit ihrem ausgewählten Programm von eingängigen Hits der 70er- und 80er-Jahre. Ob nun bekannte Lieder wie „Revolution“ von Tracy Chapman, „Mrs. Robinson“ des amerikanischen Folk-Rock-Duos Simon & Garfunkel oder die Mutter aller Lagerfeuer-Songs „Country Roads“ von John Denver – die Musik lud zum Mitwippen, -singen und -tanzen ein. Bewegung war bei diesen kalten Temperaturen auch die Alternative zu einem Platz am Feuer.

Gerrit Hoss verstand es bestens, die Besucher in Stimmung zu bringen, und so war bald über den ganzen Südstrand auch „Knockin’ On Heavens Door“ zu hören – „Zum Osterfest mal etwas Religiöses“ erklärte dazu der sympathische Sänger. „Für die heutige Osterfeuer-Party haben wir uns zu einer kleineren Auflage mit drei Musikern und einer Art Spaßprojekt entschlossen“, so Hoss. Entsprechend dazu passte dann der nächste Titel „Renate“ von Torfrock. Das brachte auch den letzten Frierenden am Strand zum Mithüpfen.

Mit ihrer Aufwärm-Taktik hatten es die kleineren Gäste leichter, denn für Kinder standen eine Hüpfburg und ein Fungee-Trampolin zur Verfügung. Auf dem Gelände hatte die ETMG viele Feuerkörbe bereit gestellt, an denen kostenloses Stockbrot geröstet werden konnte. Viele Familien nutzten dieses Angebot.

Bereits gegen 21 Uhr war das Feuer schon recht weit niedergebrannt. „Das liegt daran, dass wir nur Buschholz verbrennen“, erklärt Möller. Der starke Nordwestwind habe sein Übriges dazu beigetragen. Erstmals hatte die ETMG am Ostersonnabend einen Shuttle-Service angeboten. Der letzte Bus von der WTD-Haltestelle in die Innenstadt zurück fuhr um 23.30 Uhr. „Der Shuttle-Service wurde augenscheinlich gut angenommen“, sagt ETMG-Veranstaltungsleiter Hans-Peter Möller. Eine Wiederholung im nächsten Jahr könne er sich gut vorstellen.


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