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Traditionssegler : An Bord wächst der Zusammenhalt von allein

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Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Der Traditionssegler Roald Amundsen ist nach einwöchigem Göteborgtörn wieder zurück im Heimathafen Eckernförde. 30 Trainees und 17 Mann Stammbesatzung erlebten eine schöne Seefahrt. Im November legt der Segler mit Ziel Karibik ab.

Das Segelschulschiff Roald Amundsen legte gestern, nach einem einwöchigen Törn nach Göteborg, wieder in seinem Heimathafen Eckernförde an. 30 Trainees und 17 Mann Stammcrew, darunter Kapitän Gerhard Klammer und sein Nachfolger Michael Koch, verließen allesamt höchst zufrieden den Segler. „Es dauerte keine 48 Stunden bis aus der Stammcrew und den Trainees eine Crew geworden ist“, berichtete Koch.

Und die Chance ein Crew-Mitglied zu werden hat jeder, denn die Roald Amundsen wird vom Verein „LebenLernen auf Segelschiffen“ als Segelschulschiff betrieben. Das heißt, dass alle, die Lust darauf haben den Alltag gegen ein Leben auf See einzutauschen, bei den vier bis 20-tägigen Törns mitsegeln können. Vorkenntnisse braucht man dafür nicht, „Spaß an der Sache, gute Laune und die Bereitschaft zu zupacken reichen vollkommen aus“, sagte der Kapitän.

Die Trainees werden von der Stammcrew angelernt und übernehmen nach und nach Aufgaben wie den Ausguck, Knoten knüpfen, Segel setzen und bergen, die Navigation, Wartungs- und Reparaturarbeiten, Steuern oder das Kochen.

Eine der Trainees war Leonie Kistner. Die 16-jährige Schülerin war eines der jüngsten Crew-Mitglieder und hatte in der letzten Woche die See hautnah erlebt. Sie segelte zum ersten mal auf einem großen Traditionsschiff und war begeistert: „Es ist einfach enorm, wie stark man hier zusammenwächst“. Ihr Aufgabe war unter anderem die „4-8 Wache“, das heißt immer von 4 bis 8 Uhr und von um 16 bis 20 Uhr hat sie dafür gesorgt, dass das Schiff sicher fährt. Eine wichtige Aufgabe, die jedes Crew-Mitglied regelmäßig übernimmt. Aber auch zum Entspannen und Genießen blieb ihr an Bord genug Zeit, egal ob bei einem Sprung vom Klüverbaum in die Ostsee, beim Betrachten des Sonnenaufganges oder beim Gitarre spielen und Singen am Abend.

Am 3. November sticht die Roald Amundsen wieder in See, dieses mal geht es bis in die Karibik. Das Schiff ist eben ein „Weltweiter Bote Eckernfördes“, betonte Klammer.

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erstellt am 31.Aug.2013 | 08:00 Uhr

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