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Amtsausschuss : Amt setzt auf Marketing für die Region

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Amtsausschuss votiert für Lokale Tourismusorganisation / Neue Amtswehrführung um Jens Reinhold wird ernannt

von
erstellt am 16.Apr.2014 | 06:00 Uhr

Recht deutlich mit 16 Ja-Stimmen, bei zwei Nein-Stimmen und einer Enthaltung hat der Amtsausschuss Schlei-Ostsee Montagabend im Grünen Jäger die Förderung der Lokalen Tourismusorganisation (LTO) und Übertragung der Aufgabe an das Amt beschlossen. Abstimmungsberechtigt waren nur die 14 Gemeinden, die im Einzugbereich der LTO liegen. Nicht stimmberechtigt waren Goosefeld, Altenhof und Windeby sowie Brodersby. Bereits in der Gemeindevertretung abgelehnt hatte Loose die Beteiligung.

Amtsdirektor Gunnar Bock erläuterte noch einmal kurz, dass die Beiträge der Gemeinden sich im Grunde an den Verteilungsgrößen vor fünf Jahren orientieren. Eine Fixierung an Einwohnerzahlen und Gästebetten war beim Vorbereitungstreffen in Gammelby im Frühjahr als nicht praktikabel verworfen worden. „Ich bin überzeugt, dass die LTO für das regionale Marketing der Region erforderlich ist“, sagte Bock. Kritisch äußerten sich Heinz Haller (WGW) aus Waabs und Frank Dreves (WGR) aus Rieseby. Während Haller die ganze Ausrichtung der LTO und die Ausschreibung als deutlich zu schleilastig empfand und den Austritt der derzeitigen LTO Ostseefjord Schlei aus dem Ostsee Holstein Tourismus Verband (OHT) ohne Rücksprache mit den Mitgliedern kritisierte, monierte Dreves die Berechnungsgrundlage der Beiträge der Gemeinden. Gerd Feige (CDU) Bürgermeister aus Loose erläuterte, dass seine Gemeinde nicht mitmache, da man noch zwei Jahre an die Aktiv Region Schlei-Ostsee gebunden sei. Danach wolle man erneut darüber beraten. Die 14 Gemeinden aus dem Amt Schlei-Ostsee zahlen im Jahr 2015 zusammen 34 000 Euro an die künftige LTO, die die Region mit 84 Gemeinden überregional vermarkten soll. Die Beiträge sinken in den Folgejahren, da nur im ersten Jahr die Ausschreibungskosten anfallen. Die Beiträge sinken auf rund 30 000 bis 31 000 Euro im Jahr. Größte Einzahler sind mit 23,40 Prozent Waabs, es folgen Rieseby (13,3 Prozent), Fleckeby (10,06 Prozent) sowie Barkelsby und neu dabei Kosel mit je rund 8.1 Prozent. Mit 1,59 Prozent ist Hummelfeld der kleinste Einzahler.

Die Zahl der Asylbewerber, die im Amt aufgenommen werden müssen, gab Amtsdirektor Bock mit 45 in 2014 an. Dazu wurden bereits vier weitere Wohnungen zu den sechs Wohnungen in Fleckeby angemietet, eine weitere Wohnung steht kurz vor dem Mietabschluss. Die Kosten von belegten Wohnungen trägt der Bund. In diesem Jahre wird mit Kosten von rund 30 000 Euro im Zusammenhang mit Asyl für das Amt gerechnet, so Bock.

In seinem Bericht informierte Bock außerdem, dass das Amt Schlei-Ostsee nach der Fusion aus drei Altämtern 2008 die Zahl der Mitarbeiter um sechs senkte. Damit habe man die Vorgaben des damaligen Innenministers Ralf Stegner erfüllt. Einsparpotenzial sehe der Landesrechnungshof noch in der Reduzierung von Amtsaußenstellen, so Bock. Diese seien im Amt Schlei-Ostsee aber politisch gewollt und Teil des Fusionsvertrages.

>Die Jahresrechnung 2013 wurde einstimmig beschlossen. Sie sieht eine Rücklagenzuführung in Höhe von 271 000 Euro auf 1,2 Millionen Euro vor.

>Der Förderplan zur Gleichstellung von Frauen und Männern für die Jahre 2014 bis 2017 wurde vorgestellt und zur Kenntnis genommen.

>Zum neuen Amtswehrführer ernannte Amtsdirektor Bock Jens Reinhold aus Bohnert. Zu den zwei Stellvertretern wurden Thomas Beerbaum (Gammelby) und Siegfried Brien (Altenhof) ernannt. Sie waren Ende März von den Delegierten der Freiwilligen Feuerwehren im Amt gewählt worden (wir berichteten). Mit Dank und Anerkennung für seine ehrenamtliche Arbeit wurde Uwe Wichert (Damp) als letzter Amtswehrführer verabschiedet. Er war erst vier Jahre Amtswehrführer im alten Amt Schwansen und jetzt sechs Jahre im Amt Schlei-Ostsee.

>Als neue stellvertretende Schiedsperson im Bezirk Schlei wurde Enrique Ruiz-Hampel aus Rieseby gewählt. Er löst Helmut Bruns ab. Der Antrag von Manfred Pohl, die Wahl zurückzustellen, da Ruiz-Hampel sich nicht persönlich vorstellte, wurde mit deutlicher Mehrheit abgelehnt. Das habe nichts mit der Person zu tun, sondern es sei einfach üblich, sich als Kandidat vorzustellen, so Pohl.

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