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Schnelles Internet : Am 13. März rollen die Bagger an

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

In zwei Wochen startet der Glasfaserausbau in Güby / Anschlussquote von 60 Prozent so gut wie erreicht / Am 3. Oktober wird das Netz aktiviert

von
erstellt am 25.Feb.2017 | 06:28 Uhr

„Sturmschnell“ – so bezeichnen die Stadtwerke Schleswig das Internet, das bis 2019 die Haushalte der Gemeinden des Amtes Schlei-Ostsee sowie der Stadt Kappeln erreichen sollen. Und die Marketing-Strategie scheint zu ziehen. Gestern gaben der Breitbandzweckeverband sowie die Stadtwerke in der Amtsverwaltung bekannt, dass am 12. März in Güby die Tiefbauarbeiten für das Glasfasernetz starten werden. „Wer werden die Anschlussquote von 60 Prozent in Güby erreichen“, sagte Stadtwerke-Geschäftsführer Wolfgang Schoofs. Zwar sei man aktuell noch knapp darunter, aber in den nächsten Tagen würden weitere Verträge im Hause eingehen. Außerdem wurde der Aktionszeitraum, der eigentlich gestern enden sollte, um eine Woche verlängert. Innerhalb dieser Zeitraums können die Bürger sich für den Glasfaseranschluss entscheiden und erhalten diesen kostenlos bis ins Haus gelegt. Der 3. März ist also der allerletzte Termin dafür. Danach wird es teurer, abhängig vom Zeitpunkt des Anschlusses sind das zwischen 300 und 2500 Euro. „Für Güby war die Situation eine besondere“, sagt Schoofs, schließlich sei sie diese erste Gemeinde gewesen, die an den Start geht. Nun erhoffe man sich aber für die weiteren Gemeinden einen „Dominoeffekt“. Wenn gesehen werde, dass in Güby was passiert und dass es läuft, ziehen andere nach, sind sich alle Beteiligten sicher. Nach Güby folgen noch in diesem Jahr die Gemeinden Fleckeby, Hummelfeld, Gammelby und Kosel. Geschwindigkeiten von 100 Mbit pro Sekunden versprechen die Stadtwerken ihren Kunden „Diese Leistung ist garantiert“, sagt Vertriebsleiter Jens Gieselmann, der zudem versichert: „Am 3. Oktober wird das Glasfasernetz in Güby aktiviert.

Nach dem Vertragsabschluss zwischen dem Breitbandzweckverband und den Stadtwerken im November 2016 sind alle Haushalte im Amtsgebiet angeschrieben und über das Glasfaserprojekt informiert worden. Regelmäßig finden Informationsveranstaltungen der Stadtwerke statt – allesamt gut besucht. Damit Güby nicht an der Anschlussquote scheitert, war auch Bürgermeister Manfred Pohl aktiv und hat Bürger direkt angesprochen. „Einige hätten das sonst vergessen“, berichtet er. Aber natürlich gebe es auch Anwohner, die kein Interesse an einem Anschluss hätten.

„Ein Glasfaseranschluss wertet die Immobilie und die gesamte Region auf“, betont Verbandsvorsteher Hartmut Keinberger, „eine Investition in die Zukunft“, sagt er. In Kosel seien auch die Zweitwohnungbesitzer angeschrieben worden, teilt er mit. „Mit den höheren Datenraten könnten die nun auch von Kosel aus arbeiten“, so Keinberger. Außerdem bleibe das Leerrohrnetz im Besitz der Gemeinden.

Die genaue Trassenführung für Güby liegt noch nicht vor. „In einem ersten Bauabschnitt konzentrieren wir uns auf den Ortskern“, so Schoofs. Welche Haushalte in den Außenbereichen – dann in einem zweiten Bauabschnitt an Netz kommen – das müsse geprüft werden, wenn alle Verträge vorliegen.

Fest steht, dass am 13. März die Bautrupps in Güby anrücken. Mit 15 Mann werde dort gearbeitet. 100 bis 130 Kilometer Leerrohre sollen pro Jahr bis zum Projektabschluss verlegt werden. „In Güby, Fleckeby und Hummelfeld werden wir mit 13 Bautrupps gleichzeitig vor Ort sein“, sagt Schoofs über den Verlauf der Arbeiten. Um den Glasfaserausbau im vereinbarten Zeitplan zu stemmen, haben die Stadtwerke 20 neue Mitarbeiter eingestellt, Vertriebsmitarbeiter, Techniker, Planer und Bauleiter. Mittlerweile hätten die Stadtwerke auch den Auftrag erhalten Schleswig ans Netz zu bringen und man bewerbe sich auch in anderen Ämtern, sagt der Geschäftsführer. 

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